- Mittwoch, 22. Februar 2006 19.30 In meinem Kalender speichern
Mittwochsgesellschaft: Das neue Urheberrecht
Herausforderungen an ein innovatives Rechtsverständnis in der Wissensgesellschaft
Werden demnächst Jugendliche auf dem
Schulhof verhaftet, weil sie kopierte Musik
hören? Sollten digitale Kopien, die für den
privaten Gebrauch angefertigt werden, wie
bisher straffrei sein oder nicht? Darüber
diskutierte am 10. Februar 2006 der
deutsche Bundestag. Die Reform des
Urheberrechts, die durch die digitalen
Medien angestoßen wurde, ist immer noch
nicht abgeschlossen. Der vorliegende
Entwurf für den zweiten Teil der Novelle
verheißt allerdings nichts Gutes. Werden
Wissenschaft, Forschung, Bildung und
Kultur nun vollends den
Verwertungsinteressen der
Unterhaltungsindustrie unterworfen? Gibt
es andere Lösungen für eine Anpassung
des Urheberrechts an veränderte
Bedingungen? Eine breite Diskussion über
den öffentlichen Zugang zu Wissen in
analoger und digitaler Form ist notwendig,
um das öffentliche Gut „Wissen“ zu
schützen und einen Ausgleich zwischen den
legitimen Interessen der Urheber am
Schutz und an der Verwertung ihrer
geistigen Produkte und den Nutzern zu
entwickeln?<br>
<br>
mit:<br>
<b>Prof. Dr. Rainer Kuhlen</b><br>
Informationswissenschaftler an der
Universität Konstanz und Sprecher des
Aktionsbündnisses "Urheberrecht für
Bildung und Wissenschaft"<br>
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Moderation:<br>
<b>Inka Thunecke</b> und <b>Joachim
Gessinger</b><br>
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Brandenburg