Mittwoch, 25. April 2007 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Mittwochsgesellschaft mit Barbara Unmüßig


Unser Gast: Barbara Unmüßig 
Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung 
 
Thema:
Prima Klima? - Was heißt heute noch Nord-Süd-Gerechtigkeit? 
 

Moderation:
Inka Thunecke und Joachim Gessinger
 
 
Anfang Juni treffen sich die Regierungschefs der G8 unter deutscher Präsidentschaft in Heiligendamm. Nach den Berichten des IPCC über die Entwicklung des Klimas müssen wir von den Regierungschefs der reichsten Länder der Welt endlich Taten erwarten. Keine Symbolpolitik, sondern umsetzbare Perspektiven für die wirksame Reduzierung der Treibhausgase, für Energieeinsparung und die umweltschonende Gewinnung von Energie sind gefragt.
Klimapolitik ist, wie der UN-Report überdeutlich zeigt, mehr denn je zentrales Element von Nord-Süd-Gerechtigkeit, denn schon heute ist klar, dass die Länder des Südens mehr unter den Folgen von Klimaveränderungen leiden werden als der reiche Norden. Die Industriestaaten des Nordens haben ihrem Reichtum nicht nur auf Kosten der Entwicklungsländer, sondern auch des Erdklimas erwirtschaftet. Sie haben auch zu verantworten, wenn sich in einigen Jahrzehnten Flüchtlinge von den Küsten Asiens aufmachen, um nach einer neuen Heimat zu suchen, weil ihr Land in den Fluten untergeht. Sie haben zu verantworten, wenn in Afrika immer neue Dürren ausbrechen und immer mehr Menschen zu verhungern drohen.
Was heißt heute Nord-Süd-Gerechtigkeit? Einfach nur mehr Entwicklungshilfe oder Veränderung unserer Lebensstile? Was heißt es, unsere Verantwortung gegenüber den Menschen in den Ländern des Südens wahrzunehmen? Was können wir von den Regierungschefs der G8 erwarten? Über diese Fragen möchten wir an diesem Abend diskutieren.
 
Wir haben Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, eingeladen. Als Politikwissenschaftlerin war sie Redakteurin von iz3w, bevor sie Mitarbeiterin von Uschi Eid und Ludger Vollmer im Bundestag war. Dort war sie zuständig für Nord-Süd-Politik und internationale Umweltpolitik. Sie gründete WEED und war dort geschäftsführende Vorsitzende. Seit 2002 ist sie im Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung für Lateinamerika, Afrika und Asien sowie die Gemeinschaftsaufgabe Geschlechterdemokratie zuständig. Sie ist eine ausgewiesene Expertin für die Fragen der Globalisierung. 
  
 
Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg