Mittwoch, 24. Juni 2009 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Mittwochsgesellschaft mit Irina Liebmann, freie Autorin

20 Jahre 1989 - damals und heute

Moderation: Inka Thunecke und Joachim Gessinger

In diesem Jahr liegt der Fall der Mauer 20 Jahre zurück. Heute leben wir in einem Deutschland, zu dem ehemals zwei deutsche Systeme zählten. Die Autorin Irina Liebmann, Tochter des Journalisten und Kommunisten Rudolf Herrnstadt, hat in beiden Staaten gelebt. Sie wuchs in der DDR auf, die für sie im Rückblick das einzige sozialistische Land war, in dem es keine intellektuelle Opposition, keine zweite Kultur gab. Irina Liebmann und andere Intellektuelle in der DDR waren für einen sozialistischen Staat, jedoch für einen anderen Sozialismus als den, den sie erlebten. Frustriert von der restriktiven Politik ging Irina Liebmann 1988 mit einem Visum nach Westberlin.
Alltag und Anspruch im System der DDR und die Opposition, die die friedliche Revolution herbeiführte, sollen das Thema des Abends sein.
 
Irina Liebmann ist freie Autorin. 1966 bis 1975 arbeitete sie als Redakteurin bei der Zeitschrift Deutsche Außenpolitik. Es gelingt ihr, die literarische Reportage Berliner Miethaus (1982) in einem Verlag erscheinen zu lassen. Nach 1989 wird sie mit Romanen, Theaterstücken und Hörspielen einem größeren Publikum bekannt, erhält u.a. 1998 den 'Berliner Literaturpreis' und für ihr Buch Wäre es schön? Es wäre schön! über Rudolf Herrnstadt den 'Preis der Leipziger Buchmesse 2008'. Wir sprechen mit Irina Liebmann darüber, warum sie die DDR verlassen hat und wie sie das Ende der DDR und das Jahr 1989 erlebt hat.
Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg