Mittwoch, 21. November 2007 19.30 In meinem Kalender speichern

Moorschutz ist Klimaschutz | Alternativen zum Torfabbau im Teufelsmoor

Im Teufelsmoor, mit rund 500qkm eines der größten Moorgebiete Nordwestdeutschlands, wird derzeit intensiv über den weiteren Torfabbau diskutiert. Obwohl das Gebiet größtenteils entwässert ist, zum Teil abgetorft oder landwirtschaftlich genutzt wird, lagern dort in einer bis zu rund 10 Metern dicken Schicht nach wie vor gewltige Mengen Torf, der überwiegend aus Kohlenstoff besteht.

Durch Torfabbau, aber auch durch landwirtschaftliche Nutzung wird dieser Kohlenstoff in Form des klimaschädigenden Gases CO2 in die Atmosphäre freigesetzt.

Nach Schätzungen betragen die CO2-Freisetzungen aus entwässerten Mooren in Niedersachsen etwa 8% der gesamten vom Menschen verursachten Emissionen dieses Gases. Das entspricht etwas zwei Drittel der CO2-Emissionen des PKW-Verkehrs in Niedersachsen. Nur durch Wiedervernässung der Moore ist dieser Prozeß zu stoppen oder sogar umzukehren. Moorschutz ist deshalb nicht zuletzt Klimaschutz.
  • Wie die Wiedervernässung von Mooren mit dem Anbau nachwachsender Rohstoffe kombiniert werden kann, wird derzeit für unterschiedliche Moore in einem Projekt der Universität Greifswald unter der Leitung von Prof. M. Succow untersucht. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Kultivierung von Torfmoosen auf Hochmooren.
  • Passen Moor- und Klimaschutz eineseits und Nutzung des Moores andererseits also doch zusammen?
Zu dieser spannenden Debatte laden wir Sie herzlich ein!