- Dienstag, 05. April 2005 19.30 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
München: Gibt es einen `neuen` Antisemitismus?
Abendveranstaltung
Antisemitismus ist in Deutschland nach wie
vor präsent. Das Verhältnis zwischen
Juden und Nichtjuden in Deutschland ist
sehr komplex und schwierig. Angesichts
der Vergangenheit, ist es schwer, vielleicht
sogar unmöglich, so etwas wie „Normalität“
herzustellen. Wir wollen in unserer
Veranstaltung, die Ausprägungen
antijüdischer Einstellungen, die in der
heutigen Zeit existieren, ergründen. Es soll
dabei weniger um den „radikalen“, sondern
mehr um den latenten und subtilen
Antisemitismus gehen. Dieser knüpft an
weit verbreitete antisemitische
Ressentiments an, oftmals versteckt im
Mantel der Kritik an der israelischen Politik.
Vor diesem Hintergrund wollen wir uns mit
folgenden Fragen befassen:<br><br>
Ist eine von Nichtjuden in Deutschland am
politischen Handeln Israels geübte Kritik
als antisemitisch zu werten? Kann eine
solche Kritik z. B. an der israelischen
Besatzungspolitik zum Mittel der
Stimmungsmache gegen die Juden und zu
einem Instrument der „Entsorgung“ der
deutschen Vergangenheit werden?
<br><br>
Mit:<br>
<b>Prof. Dr. Wolfgang Benz</b><br>
Leiter des Zentrums für
Antisemitismusforschung der TU Berlin<br>
<b>Prof. Dr. Micha Brumlik</b><br>
Direktor des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt
a. M.,<br>
Prof. für Erziehungswissenschaften
an der Johann Wolfgang Goethe-
Universität Frankfurt a. M. <br>
<b>Marianne Zepp</b><br>
Moderation, Referentin für Zeitgeschichte
in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin
- Veranstalter*in
- Petra-Kelly-Stiftung