- Donnerstag, 09. Dezember 2004 19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
München: Stolpersteine – Von Köln lernen
München überzeugen – Aller Opfer gedenken
Auf diesen 10x10 cm großen
Messingplatten, werden Name, Jahrgang
und Schicksal von Menschen
eingeschlagen, die in der Zeit von 1933 bis
1945 durch Deportation und Ermordung
Opfer der Nationalsozialisten wurden.
Solche Stolpersteine, die dann vor den
Häusern verlegt werden, in denen die
Mitbürger/innen gelebt haben, und das mit
ihnen verbundene Gedenken an die Opfer
des Faschismus sind nach der derzeitigen
Beschlusslage des Stadtrates in München
nicht erwünscht.
Auch in Köln, der Stadt, in der die ersten
Platten verlegt wurden, dauerte es zwei
Jahre, bis alle politischen und behördlichen
Genehmigungen vorhanden waren.
Darüber, über die weitere Entwicklung, den
heutigen Stand der Dinge sowie die Erfolge
und Schwierigkeiten bei der Verlegung der
Stolpersteine in ihrer Stadt, wird die 3.
Bürgermeisterin aus Köln, Angela Spizig,
berichten.
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Neben den jüdischen Mitbürger/innen
betrafen die grausamen und
menschenverachtenden Handlungen der
Nazis u.a. auch Behinderte, Sinti und
Roma, politisch Andersdenkende sowie
Homosexuelle. Sie alle sollen und dürfen
nicht vergessen werden. So können die
Messingtafeln dazu beitragen, die
Menschen gerade in ihrem alltäglichen
Lebens- und Wohnumfeld innehalten zu
lassen und Nachdenken über die mit dem
jeweiligen Haus verbundenen individuellen
Schicksale auszulösen.
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Auch über die nächsten möglichen Schritte
in München auf dem Weg zu Verlegung der
Stolpersteine soll mit den Telnehmenden
und dem Publikum diskutiert werden.
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<b>Referent/innen:</b><br>
<b>Angela Spizig</b>, Bündnis 90/Grüne,
3. Bürgermeisterin, Köln<br>
<b>Lydia Dittrich</b>, Bündnis 90/Grüne,
Stadträtin, München<br>
<b>Judith Bernstein</b>, Initiativkreis
Stolpersteine München<br>
<b>Albert Knoll</b>, Forum
Homosexualität und Geschichte<br>
<b>Erich Schneeberger</b>, Vorsitzender
des Landesverband der Sinti und Roma
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Moderation:
Dr. Florian Roth
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- Veranstalter*in
- Petra-Kelly-Stiftung