Samstag, 23. September 2006 10.00 – 17.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Muslime und islamisches Leben in Deutschland

Muslime und Islam hierzulande sind seit den Anschlägen 2001 in den Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit gerückt. Damit geht eine Verunsicherung einher, ob diese weitgehend unbekannte „andere Kultur“ hier herrschende Lebensformen und Normen bedroht.<br> <br> Die Gründe für die erhöhte Aufmerksamkeit sind meist unklar: Gibt es nun mehr Muslime oder hat deren mediale Präsenz zugenommen? Oder wird muslimisches Leben in Deutschland durch Kopftuch tragende Frauen, Moscheen und Friedhöfe einfach sichtbarer? Was begegnet uns unter der Beschreibung Muslime, was ist davon überhaupt islamisch und was ist Tradition? Das Seminar informiert über Hintergründe der Migration von Muslimen nach Deutschland und die Sichtbarkeit muslimischen Lebens.<br> <br> Bekannte mediale Bilder werden nicht vervielfältigt, sondern ein muslimischer Referent erteilt Auskunft über Einheit und Vielfalt des Islam. Dabei steht Islam nicht als theologisches Konstrukt, sondern als gelebter Alltag vieler Menschen im Mittelpunkt. Ferner wird uns die Frage bewegen, wie viel kulturelle Unterschiede mit rechtstaatlichen Normen in Deutschland vereinbar sind bzw. wo die Grenze zwischen Kultur- und Rechtsnormen verläuft. <br> <br> Während der Veranstaltung ist Raum geschaffen, diese Themen und eigene Erfahrungen untereinander zu diskutieren.<br> <br> mit:<br> <br> <b>Ines Braune</b>, Arabistin aus Leipzig (eurient e.V.)<br> <b>Wolfram Tschiche</b>, Philosoph und Theologe (Klinke)<br> <b>Assem Heffny</b>, Dozent für Germanistik und Islamwissenschaften (Kairo/Leipzig)<br>