Dienstag, 23. September 2008 18.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Musterknabe oder Sorgenkind?

Der Aktionsplan `Zivile Krisenprävention` der Bundesregierung auf dem Prüfstand

Impulsreferat:
Prof. Dr. Christoph Weller, Universität Marburg
 
DiskussionsteilnehmerInnen:
Winfried Nachtwei, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Theo Riedke, Regionalkoordinator Zentralasien, Welthungerhilfe
Petra Bläss, Politikberaterin, Frauensicherheitsrat
Busso von Alvensleben, Beauftragter für Globale Fragen, Auswärtiges Amt
 
Moderation:
Prof. Dr. Jörg Calließ, Technische Universität Braunschweig

Mitte Oktober wird der Bundestag über die Verlängerung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr abstimmen. Anlässlich dieser Entscheidung lenkt die Veranstaltung das Augenmerk auf ein wichtiges Thema: die zivile Krisenprävention. Dabei geht es um die Vorbeugung und Bearbeitung von gewalttätigen Konflikten jenseits militärischer Lösungsansätze.
 
Die ressortübergreifende Verankerung der zivilen Konfliktprävention in die Außen- und Sicherheitspolitik war eine der wichtigen friedenspolitischen Initiativen der rot-grünen Bundesregierung. Im Jahr 2004 wurde der Aktionsplan `Zivile Krisenprävention` verabschiedet, der die Krisenprävention als Querschnittsaufgabe definiert und mit dem die Zusammenarbeit staatlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure verbessert werden sollte. Seitdem wurden zwar zahlreiche Einzelinitiativen gestartet – doch noch immer fehlt ein übergreifender Ansatz, der die Vielzahl der Maßnahmen zusammenführt und mit einer Vision verknüpft. Das zentrale Thema der zivilen Krisenprävention droht in Vergessenheit zu geraten.
 
Ziel der Veranstaltung ist es, die Agenda der zivilen Krisenprävention wieder verstärkt in den Blick zu rücken: Wie kann die Agenda der zivilen Krisenprävention gestärkt werden? Zu welchem Zeitpunkt muss zivile Krisenprävention ansetzen? In welchem Verhältnis stehen zivile und militärische Konfliktbearbeitung? Wie werden Frauen in den Prozess der Krisenprävention und -bearbeitung einbezogen?