Montag, 08. Mai 2006 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Mythos Atom - 20 Jahre ohne GAU und schon wieder aktuell wie nie?

2. Veranstaltung der Reihe „Energien der Zukunft“

Podiumsdiskussion<br> <br> 20 Jahre nach dem <b>SuperGAU von Tschernobyl</b> ist Atomenergie wieder "in". Abhängigkeit von Ölimport-Ländern, dauerhaft steigende Ölpreise, Klimaschutz und die Aussicht auf wachsende Ressourcenkonflikte werden als Argumente für mehr Atomenergie ins Feld geführt. Politiker wie Roland Koch plädieren nicht nur für längere Laufzeiten der bestehenden Kraftwerke, sondern auch für den Bau neuer Anlagen: "Wir müssen uns diese Frage für das nächste Jahrzehnt offen halten. Das ist eine technische und ökonomische, aber keine ideologische Frage", so Koch in der LVZ.<br> <br> Grund genug, sich wieder genauer mit der <b>Atomenergie</b> zu beschäftigen, die Argumente der Atom-Befürworter sachlich-kritisch zu hinterfragen – und die Gefahren und Grenzen der Atomkraft aufzuzeigen. Schließlich bestehen neben dem technischen Sicherheitsrisiko und der weiterhin ungelösten Frage der Endlagerung eine ganze Reihe von Problemen: Die unscharfe Trennung ziviler und militärischer Nutzung wie aktuell im Fall Iran, die Endlichkeit der Uranvorkommen und der Abzug von finanziellen und wissenschaftlichen Ressourcen für nachhaltige Lösungen der Energiefrage sind dabei nur die augenscheinlichsten.<br> <br> Um uns eine differenziertes Verständnis der Thematik zu verschaffen und beiden Lagern Raum zu geben, findet die Veranstaltung in Form einer Podiumsdiskussion statt, die wie gewohnt auch das Auditorium aktiv mit einbeziehen möchte.<br> <br> <b>Podiumsteilnehmer</b>:<br> <b>Gerd Rosenkranz</b>, Leiter der Politischen Abteilung der Deutschen Umwelthilfe<br><br> Pressesprecher eines Energieversorgungsunternehmen (angefragt)<br> <br> <b>Moderation</b>:<br> Jörg Haas, Heinrich Böll Stiftung (angefragt)
Veranstalter*in
Externe Veranstaltung