- Dienstag, 02. Februar 2010 19.30 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Nach der London-Konferenz: Deutschlands Strategie und zukünftige Rolle in Afghanistan
Jour Fixe zur internationalen Politik
Die Afghanistan-Konferenz von London gilt als Scheideweg für den internationalen Einsatz in Afghanistan. Auf der Agenda steht aber auch der Jemen. Das Land im Süden der arabischen Halbinsel war in den letzten Wochen erneut in den Fokus des Anti-Terror-Kampfes geraten.
Die deutsche Bundesregierung hat einen Erfolg der Londoner Konferenz zum Kriterium für die eigene Strategie und für die Entscheidung über den zukünftigen Umfang des deutschen Engagements in Afghanistan gemacht. Auch unter den Regierungsparteien wird zunehmend die Frage nach einer Exit-Strategie und einer Abzugsperspektive laut. Die öffentliche Debatte über den Afghanistan-Einsatz wird immer intensiver und emotionaler geführt.
Wenige Tage nach der London-Konferenz möchten wir mit unseren Gästen diskutieren:
- Bieten die Ergebnisse der Londoner Konferenz eine erfolgversprechende Perspektive für Afghanistan und den ISAF-Einsatz?
- Welche Fortschritte gibt es bei der Stärkung der zivilen Komponente des Einsatzes - wie dem Aufbau der afghanischen Sicherheitskräfte, rechtsstaatlicher Strukturen und der stabilen Infrastrukturen? Welche Veränderungen in der militärischen Strategie zeichnen sich ab?
- Was ist die `bottom line` für eine Exit-Strategie der internationalen Gemeinschaft? Was sind die Mindestziele, die erreicht werden müssen, bevor Truppen in größerem Stil abziehen können?
- Welche Ansätze finden sich für eine regionale Strategie unter Einschluss Pakistans und Zentralasiens?
- Was bedeutet die London-Konferenz für den Zusammenhalt der EU, der NATO und insbesondere für das europäisch-amerikanische Verhältnis?
- Welche Rolle hat die Bundesregierung gespielt, und wie reagieren die Parteien auf die Ergebnisse? Welche Auswirkungen hat die Konferenz für den deutschen Beitrag am ISAF-Einsatz?
Unsere Gäste:
- Ms. Arezo Qanih, Afghan Civil Society Forum, Kabul (eingeladen)
- Omid Nouripour, Verteidigungspolitischer Sprecher, Bundestagsfraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Moderation:
Sven Hansen, Asien-Redakteur, die tageszeitung
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin