- Donnerstag, 22. November 2007 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Nahost-Reihe
Zochrot – Erinnern an die Naqba
Seminare zur Geschichte und gegenwärtigen politischen Lage im Nahen Osten
Der Arbeitskreis Nahost wurde 1982 von Alisa Fuss (ehem. Präsidentin der Internationalen Liga für Menschenrechte) ins Leben gerufen und arbeitet mit dem Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung zusammen. Die Teilnehmerschaft des Arbeitskreises ist international. Der AK ist offen für alle am Nahen Osten interessierten Menschen. Interessierte können sich in den Verteiler aufnehmen lassen.
Termine und Ort bitte unbedingt ca. eine Woche vorher telefonisch bestätigen lassen oder über das Internet: www.aknahost.org überprüfen!
Zochrot – Erinnern an die Naqba
Anliegen von Zochrot ist es, auf die Kehrseite der Gründung des
Staates Israel hinzuweisen, nämlich auf die Auswirkungen auf die
ansässige palästinensische Bevölkerung, für die 1948 das Jahr der
Katastrophe, der Naqba, wurde. Die Mehrzahl der PalästinenserInnen
wurde vertrieben, Hunderte ihrer Dörfer zerstört, die nichtzerstörten
Häuser fortan von der nun jüdischen Mehrheitsbevölkerung übernommen.
Zochrot
möchte, da, so ihre Position, nur `die kollektive zionistische
Erinnerung sowohl in unserem kulturellen, als auch im physischen Raum
existiert`, Hinweise auf die Zerstörung palästinensischen Lebens in der
kulturellen und geographischen Landschaft Israels geben.
Dies
machen die Mitglieder von Zochrot, indem sie Touren zu zerstörten
palästinensischen Dörfern anbieten und dort Gedenkveranstaltungen
abhalten, bei denen ehemalige palästinensische Bewohner von ihrem
früheren Leben dort berichten.
Sie geben Broschüren zu den Orten
heraus, und sie bringen Hinweistafeln an, auf denen auf das frühere
palästinensische Leben dort hingewiesen und somit auch in der
Landschaft physisch sichtbar gemacht wird.
Vorträge und andere
Veranstaltungen vermitteln regelmäßig weitere Informationen zur
Naqba.Das Logo von Zochrot ist ein Schlüsselloch – einerseits Pendant
zum Schlüssel, den viele PalästinenserInnen als Ausdruck ihrer Hoffnung
auf eine Rückkehr und Symbol ihres Anspruchs auf ihr Land mit in ihr
Exil genommen haben, andererseits Symbol für einen, wenn auch schmalen,
Zugang zu einer anderen Sicht, zu der der direkte Zugang verstellt ist.
Referent: Uri Gofer von Zochrot, Israel
Uri Gofer ist Mitglied
bei Zochrot (http://www.zochrot.org/index.php?lang=english), einer
Organisation von Israelis, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in
Israel und auf Hebräisch mit diversen Aktivitäten über die Naqba von
1948 zu informieren.
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)