Mittwoch, 12. Dezember 2007 09.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Neue Aspekte der Integration

Zu den jüngsten Entwicklungen der Integrationsdebatte in Deutschland am Beispiel der KurdInnen

Internationale Migration stellt sowohl die jeweilige
Aufnahmegesellschaft als auch die MigrantInnen
vor neue Herausforderungen.
Obwohl Integration als komplexes Zusammenspiel
politischer, sozialer, ökonomischer und kultureller
Komponenten verstanden werden sollte, findet
häufig eine einseitige Ausrichtung der Debatte
statt. In der aktuellen Diskussion um Integration in
Deutschland wird vor allem der Fokus auf Religion,
hauptsächlich den Islam, und die besondere
Stellung der Frauen im Integrationsprozess gelegt.
Nach wie vor ist die Debatte um Migration häufig
von Sicherheitserwägungen und Schreckensszenarios
von `Parallelgesellschaften` muslimischer
MigrantInnen geprägt. Gleichzeitig gibt es Signale
der Dialogbereitschaft und das verstärkte Bemühen
deutscher Politiker, vor allem mit muslimischen
Gruppen und Verbänden in Kontakt zu treten.
Auch wurde noch nie so intensiv über die Lebenssituation
von Migrantinnen diskutiert wie heute. Ihre
Migrationsgründe, ihre Situation in Deutschland
und ihre Perspektiven sind vielfältig. Dennoch
dreht sich die öffentliche Diskussion über Migrantinnen
häufig um Themen wie Unterdrückung,
Zwang und Gewalt. Besonders Frauen aus dem
islamischen Kulturkreis werden mit Schlagworten
wie Zwangsverheiratung und „Ehrenmord“ assoziiert.
Ziel dieser Veranstaltung ist es zum einen, der
Frage nachzugehen, warum die Themen Religion
und weibliche Migration, obwohl eigentlich keine
neuen Phänomene, derzeit so im Mittelpunkt der
Integrationsdebatte stehen. Zudem sollen Chancen
und Widersprüche dieser Herangehensweise
analysiert werden. Dies soll beispielhaft an der
besonderen Situation kurdischer MigrantInnen in
Deutschland geschehen.
Migration - Integration - Diversity