Tagung Donnerstag, 19. November 2020 /
Chemnitz

#nichtneutral - Schule unter Druck. Wertebildung am Pranger?

Tagung in Chemnitz

Urheber/in: Grit Ebert. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Do., 19. Nov. 2020,
12.30 – 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
➽ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Veranstalter/in
Landesstiftung Sachsen (Weiterdenken)
Rechtliches
Allgemeine Geschäftsbedingungen

Nicht nur Rechtspopulist*innen fordern „Neutralität“ von Schulen, unterstellen Lehrkräften Indoktrination und schüren Misstrauen gegen Aufklärung und Haltung. Es gibt kein Neutralitätsgebot, obwohl das immer wieder behauptet wird. Der Beutelsbacher Konsens kennt ein Kontroversitätsgebot und ein Überwältigungsverbot. Das Sächsische Schulgesetz formuliert einen humanistischen und keinen „neutralen“ Bildungsauftrag.

Aber was heißt das ganz konkret: Was darf ich sagen? Darf ich mich positionieren und wo muss ich es sogar? Wie gelingt konstruktive Positionierung?
Zu diesen Fragen, die sich Lehrende stellen, kommen aktuell politische und fachliche Angriffe auf die schulische Praxis unter anderem durch „Online-Pranger“ der Partei AfD. Das verunsichert Lehrerinnen und Lehrer oft und bringt sie in eine unnötige Verteidigungssituation gegenüber Leitungen, Aufsichtsbehörden und Eltern. Hier braucht es Klarheit und Unterstützung.

Diese Tagung ist ein Angebot für all jene, für die Schweigen keine pädagogische Alternative und Neutralität keine Haltung ist.

Ort:
Kraftwerk e.V.
Kaßbergstraße 36   I   Chemnitz

vorläufiges Programm:

12.30 Uhr Anmeldung
13.00 Uhr Begrüßung und Einführung
13.15 Uhr Unter Angriff – zur gesellschaftlichen Lage
                David Begrich, Arbeitsstelle Rechtsextremismus, Miteinander e.V. Sachsen-Anhalt (angefragt)
13.45 Uhr Nicht Neutral - Politische Bildung zwischen Haltung und Zurückhaltung
                Anja Besand, Professorin für Didaktik der politischen Bildung der TU Dresden
14.30 Uhr Kaffeepause
15.00 - 17:15   5 verschiedene Workshops

  1. „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“
    Politische Haltung im Schulalltag
    mit Agnes Scharnetzky, MA Professur für Didaktik der politischen Bildung der TU Dresden und n.n.

  2. Rechtspopulismus als Herausforderung im Schulalltag begegnen
    Vom Umgang mit herausfordernden Handlungssituationen im schulischen Kontext
    mit Stefan Breuer, Starke Lehrer – Starke Schüler, Bosch-Stiftung/TU Dresden und n.n.

  3. Umgang mit Diffamierungen über Online-Portale
    n.n.
     
  4. Wen darf und soll ich (nicht) einladen? Projekttage externer Träger, Bundestagsabgeordnete, Podien in der Schule
    Carsten Müller, GEW Sachsen
     
  5. Unter dem Deckmantel der Neutralität - rechtspopulistische Ideologien in schulischen Debatten
    Anne Winkel, Steven Seiffert, Kulturbüro Sachsen e.V./ Mobiles Beratungsteam Regionalbüro Südwest

17.45 Schlussfolgerungen - Was wir tun werden, was wir fordern müssen.
                Gespräch mit

  • Prof. Anja Besand, Professorin für Didaktik der politischen Bildung der TU Dresden
  • Alexander Darre, Landesamt für Schule und Bildung (angefragt)
  • Ursula-Marlen Kruse, Landesvorsitzende GEW Sachsen

  • Nina Gbur, Netzwerk Demokratie und Courage - Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V.
  • und den Teilnehmenden der Tagung

gegen 18.30 Ende

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Hinweis: Gemäß §6 (1) VersammlG und § 903 (1) BGB behalten sich die Veranstalter*innen das Hausrecht vor. Mitglieder rechtsextremer Gruppen oder Parteien sowie Personen, die bereits rechtsextrem oder rassistisch oder in einer anderen diskriminierenden Art und Weise aufgetreten sind, können nicht an der Veranstaltung teilnehmen. Die Veranstalter*innen machen auch von ihrem Hausrecht Gebrauch, wenn sich Gäste in einer solchen Weise äußern.