- Freitag, 15. Juni 2007 – Sonntag, 17. Juni 2007 In meinem Kalender speichern
Nigeria: Zu reich für Würde und Recht?
Politische Perspektiven nach den Wahlen
Nigeria als bevölkerungs- und ölreichstes Land Afrikas hat eine konfliktgeladene Geschichte; zugleich spielt das Land eine zunehmend wichtige Rolle als politischer Akteur nicht nur in Westafrika. Gegenwärtig begründen extern dominierte Wirtschaftsinteressen bei der Ressourcennutzung im Angesicht eklatanter Armut, ethnisch-religiöse Rivalitäten sowie disparate Regierungs-, Verwaltungs- und Militärstrukturen ein komplexes Spannungsfeld kontroverser Akteursperspektiven.
Gemeinsam mit nigerianischen Repräsentanten aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, Vertretern von Zivilgesellschaft und Diaspora, Angehörigen unterschiedlicher ethnischer und religiöser Zugehörigkeit (Muslime und Christen) soll nach den Wahlen vom April 2007 und dem G-8-Gipfel eine Bestandsaufnahme relevanter Konfliktpotenziale und -lösungsansätze auf den Gebieten von Governance und Sicherheit, ethno-religiöser Kooperation und der sozialen, ökonomischen und ökologischen Probleme der Ressourcennutzung in Nigeria versucht werden.
Wie will sich Nigeria
angesichts des Globalisierungsdrucks auf dem afrikanischen Kontinent
und im internationalen Kontext positionieren?
Wie können
politische und ökonomische Teilhabe der verschiedenen
Bevölkerungsgruppen Nigerias gestärkt, grassierende Korruption bekämpft
und konfliktsensitive Verhaltensnormen für internationale Unternehmen
implementiert werden?
Welche Verantwortung können externe staatliche und nichtstaatliche
Initiativen im Zusammenspiel mit afrikanischen bzw. nigerianischen
Akteuren für eine friedens- und gerechtigkeitsorientierte Politik
übernehmen?
Die Tagung richtet sich an Fachleute und Interessierte der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, Friedens- und Konfliktarbeit und Afrikanisten.
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin