Diskussion
- Donnerstag, 05. Oktober 2017 19.00 – 21.30 Uhr In meinem Kalender speichern
NSU-Monolog und Ausstellungseröffnung
Mehr als dreizehn Jahre lang, agierte die rechtsradikale Terrororganisation "NSU" ungestört. Mindestens zehn Menschen wurden ermordet, etliche bei Bombenanschlägen wie in der Kölner Keupstraße verletzt. Lange Zeit wurden diese Gewalttaten nicht als das angesehen, was sie waren, nämlich rassistisch motiviert. Die Angehörigen der Opfer wurden von der Mehrheitsgesellschaft allein gelassen und von Polizei, Justiz und Medien stigmatisiert.
Diese Veranstaltung legt den Fokus auf die Perspektiven der Opfer und deren Angehörigen. Und dieses auf zweifache Art und Weise: Einführung bietet die Bühne für Menschenrechte ein Monolog (30 Minuten) aus den "NSU-Monologen" dar. Die NSU-Monologe erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU - von Elif Kubasik, Adile Simsek und Ismail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen. Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend - roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.
Anschließend wird Birgit Mair über die Entstehungsgeschichte der Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" sprechen und diese näher vorstellen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, warum die Mordserie über einen derartig langen Zeitraum nicht aufgedeckt wurde? Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie ein öffentliches Klima geschaffen werden kann, das sowohl eine gesellschaftliche als auch eine befriedigende juristische Aufarbeitung ermöglicht?
Die Themenreihe "Das System NSU" wird vom Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und der IL Berlin organisiert.
Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
Diese Veranstaltung legt den Fokus auf die Perspektiven der Opfer und deren Angehörigen. Und dieses auf zweifache Art und Weise: Einführung bietet die Bühne für Menschenrechte ein Monolog (30 Minuten) aus den "NSU-Monologen" dar. Die NSU-Monologe erzählen von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer des NSU - von Elif Kubasik, Adile Simsek und Ismail Yozgat: von ihrem Mut, in der 1. Reihe eines Trauermarschs zu stehen, von der Willensstärke, die Umbenennung einer Straße einzufordern und vom Versuch, die eigene Erinnerung an den geliebten Menschen gegen die vermeintliche Wahrheit der Behörden zu verteidigen. Die NSU-Monologe sind dokumentarisches, wortgetreues Theater, mal behutsam, mal fordernd, mal wütend - roh und direkt liefern sie uns intime Einblicke in den Kampf der Angehörigen um Wahrheit und sind in Zeiten des Erstarkens von Rechtsextremismus an Aktualität kaum zu überbieten.
Anschließend wird Birgit Mair über die Entstehungsgeschichte der Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen" sprechen und diese näher vorstellen. Dabei wird auch der Frage nachgegangen, warum die Mordserie über einen derartig langen Zeitraum nicht aufgedeckt wurde? Gemeinsam wollen wir diskutieren, wie ein öffentliches Klima geschaffen werden kann, das sowohl eine gesellschaftliche als auch eine befriedigende juristische Aufarbeitung ermöglicht?
Die Themenreihe "Das System NSU" wird vom Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und der IL Berlin organisiert.
Realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)