- Dienstag, 02. Juni 2009 19.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Obamas Afrikapolitik – Bush neu aufgelegt?
Der erste US-Präsident mit
afrikanischen Wurzeln weckt neue Hoffnungen auf die künftige Afrikapolitik
Washingtons. Die Erinnerung an Obamas erste Afrikareise 2006 beflügelt die auf
dem Kontinent noch ungebremste „Obamania“. Vom grundlegenden Wandel der
amerikanischen Außenpolitik, der – zumindest atmosphärisch – in anderen Teilen
der Welt bereits angekommen ist, ist in Afrika jedoch noch wenig zu spüren.
Die ersten Eckpunkte der Afrikapolitik, die Anfang des Jahres von der neuen Außenministerin Hillary Clinton skizziert wurden – Wahrung der amerikanischen Sicherheitsinteressen am Horn, verstärkter Druck auf Mugabe und Bashir – decken sich weitgehend mit denen ihrer Vorgängerin. Neben internationaler Terrorismusbekämpfung steht weiterhin die Rohstoff- und Energieversorgung im Vordergrund.
Obamas Personalpolitik, so die Nominierung des langjährigen Diplomaten Johnnie Carson als Afrikabeauftragten und die Berufung von Air Force-General Scott Gration zum Sondergesandten für den Sudan, setzt eher auf Kontinuität denn auf radikalen Wandel.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wie sich die Afrika-Agenda der neuen US-Regierung von der Politik der Bush-Administration unterscheiden wird. Hat die ungebremste Begeisterung für Obama den Handlungsspielraum der US-Regierung in Afrika vergrößert? Welche Bedeutung nimmt Afrika bei der Neuausrichtung der amerikanischen Außenpolitik unter Obama und Clinton ein? Haben sich unter der neuen Regierung die strategischen Interessen der USA in Afrika überhaupt verschoben? Und welche Konsequenzen erwachsen daraus für die deutsche und europäische Afrikapolitik?
Die ersten Eckpunkte der Afrikapolitik, die Anfang des Jahres von der neuen Außenministerin Hillary Clinton skizziert wurden – Wahrung der amerikanischen Sicherheitsinteressen am Horn, verstärkter Druck auf Mugabe und Bashir – decken sich weitgehend mit denen ihrer Vorgängerin. Neben internationaler Terrorismusbekämpfung steht weiterhin die Rohstoff- und Energieversorgung im Vordergrund.
Obamas Personalpolitik, so die Nominierung des langjährigen Diplomaten Johnnie Carson als Afrikabeauftragten und die Berufung von Air Force-General Scott Gration zum Sondergesandten für den Sudan, setzt eher auf Kontinuität denn auf radikalen Wandel.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und wie sich die Afrika-Agenda der neuen US-Regierung von der Politik der Bush-Administration unterscheiden wird. Hat die ungebremste Begeisterung für Obama den Handlungsspielraum der US-Regierung in Afrika vergrößert? Welche Bedeutung nimmt Afrika bei der Neuausrichtung der amerikanischen Außenpolitik unter Obama und Clinton ein? Haben sich unter der neuen Regierung die strategischen Interessen der USA in Afrika überhaupt verschoben? Und welche Konsequenzen erwachsen daraus für die deutsche und europäische Afrikapolitik?
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin