- Donnerstag, 19. November 2009 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
„Ohne Frauen ist kein Staat zu machen- die Wende und die Frauen“
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In den 1980er Jahren bildeten sich in der DDR viele
autonome Frauengruppen, die sich jenseits der staatlichen Interessenvertretung
mit Geschlechterfragen beschäftigten.
Sie gehörten verschiedenen Strömungen an und waren zumeist unter dem Dach der evangelischen Kirche aktiv. Ihre politischen Anliegen waren vielfältig wie die Gruppen selber. Als nach den Ereignissen im Herbst ´89 alle Zeichen auf Wiedervereinigung standen, wurde diese Entwicklung vielfach mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Nicht wenige befürchteten im Zuge der Vereinigung auch Rückschritte in der „Frauenfrage“. Besonders die Debatten rund um das Abtreibungsrecht spiegelten die Widerstände gegen eine Übernahme bundesdeutscher, restriktiverer Regelungen und einem konservativen Frauenbild.
So folgten auf feministische und demokratietheoretische Debatten auch konkrete politische Forderungen: keine Anpassung an den westdeutschen §218, unabhängige Frauenberatungsstellen, die Einführung von weitreichenden Quotierungen und eines `Gleichstellungsgesetzes` und Maßnahmen zur Sicherung der sozialen und ökonomischen Situation von Frauen sind nur einige Beispiele.
Bald aber zeichnete sich ab, dass die Belange der Frauen schlicht kein Wendethema wurden und bei den politischen Entscheidungsträgern kein Gehör fanden. Das Aushandeln und Umsetzen der Wiedervereinigung schien reine „Männersache“ zu werden. Die politisch engagierten Frauen konnten nur sehr begrenzt Einfluss nehmen und auch nach der Wende entstand keine starke gesamtdeutsche Frauenbewegung.
Sie gehörten verschiedenen Strömungen an und waren zumeist unter dem Dach der evangelischen Kirche aktiv. Ihre politischen Anliegen waren vielfältig wie die Gruppen selber. Als nach den Ereignissen im Herbst ´89 alle Zeichen auf Wiedervereinigung standen, wurde diese Entwicklung vielfach mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Nicht wenige befürchteten im Zuge der Vereinigung auch Rückschritte in der „Frauenfrage“. Besonders die Debatten rund um das Abtreibungsrecht spiegelten die Widerstände gegen eine Übernahme bundesdeutscher, restriktiverer Regelungen und einem konservativen Frauenbild.
So folgten auf feministische und demokratietheoretische Debatten auch konkrete politische Forderungen: keine Anpassung an den westdeutschen §218, unabhängige Frauenberatungsstellen, die Einführung von weitreichenden Quotierungen und eines `Gleichstellungsgesetzes` und Maßnahmen zur Sicherung der sozialen und ökonomischen Situation von Frauen sind nur einige Beispiele.
Bald aber zeichnete sich ab, dass die Belange der Frauen schlicht kein Wendethema wurden und bei den politischen Entscheidungsträgern kein Gehör fanden. Das Aushandeln und Umsetzen der Wiedervereinigung schien reine „Männersache“ zu werden. Die politisch engagierten Frauen konnten nur sehr begrenzt Einfluss nehmen und auch nach der Wende entstand keine starke gesamtdeutsche Frauenbewegung.