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Dienstag, 30. November 2021 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

OIKOS. Welt & Wirtschaft #3 Die Arten

mit der britischen Botanikerin Dr. Sarah Darwin

[english version below]

Nachdem wir zum Start unserer neuen OIKOS-Reihe die Megasysteme „Meer“ und „Wald“ im Fokus hatten, wollen wir nun mit „Die Arten“ der Frage nachgehen, was aus der Überlastung bzw. Zerstörung unserer großen Ökosysteme folgt: Welche Wirkungen haben unsere schädlichen Wirtschaftsweisen auf die Welt als Lebensraum von Flora und Fauna?

Einerseits ist Artensterben ein natürlicher Prozess, der auch ohne das Zutun des Menschen abläuft. Auch sogenannte Massenaussterben gab es mehrfach in der Erdgeschichte. Das wohl berühmteste ereignete sich vor ca. 66 Millionen Jahren, als etwa die Hälfte aller Tierarten ausstarben, darunter auch die Dinosaurier.

Andererseits ist die Ausbreitungsgeschichte der Menschheit auch eine Geschichte des Aussterbens: Immer, wenn Menschen neue Kontinente oder Inseln besiedelten, schwanden kurz darauf die Arten. Vor Beginn der Neuzeit betraf dies vor allem die „Megafauna“, also große Tierarten, wie z.B. Mammut oder Säbelzahnkatze. Die heutige Aussterberate betrifft neben dieser Megafauna auch weitere Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sowie Mikroorganismen. Nach aktuellen Schätzungen übersteigt die derzeit durch menschliches Handeln verursachte Aussterberate die natürliche um den Faktor 100 bis 1000.

Dabei ist Biodiversität – also die Vielfalt von Arten, Lebensräumen und auch Genen – ein Ausdruck des Gesundheitszustands des Planeten. Je größer die biologische Vielfalt ist, desto stabiler und gesünder sind Ökosysteme. Landnutzungsveränderungen, allen voran die Umwandlung von natürlichen Ökosystemen in industrielle Agrarräume und urbane Regionen, gelten als wichtigster Grund für das Aussterben von Arten. Auch die globale Erwärmung ist eine wachsende Bedrohung, da die Geschwindigkeit der Klimaveränderungen nicht der Geschwindigkeit von evolutionären Anpassungen entspricht.

Wie also müssen sich unsere Wirtschaftsweisen, unsere Ernährungs- und Mobilitätsgewohnheiten u.v.m. ändern, um Biodiversität zu erhalten? 

Zu Gast ist u.a. die britische Botanikerin Dr. Sarah Darwin, der die intensive Auseinandersetzung mit der Entstehung, Entwicklung und Gefährdung von Arten sozusagen in die Wiege gelegt wurde. Die Veranstaltung findet daher in englischer Sprache statt. In bewährter Kooperation mit dem Theater Bremen!

Die Veranstaltung findet online via Zoom statt. Es ist keine Anmeldung nötig, über diesen Link ist die Teilnahme mit der Zoom-App oder über den Internetbrowser möglich: https://us02web.zoom.us/j/81207562518?pwd=ZWdLQU9wQkNFbEpLNys3Q2ZNaXdTUT09

Ausblick:

25.01.2022: OIKOS. Welt & Wirtschaft  #4 Der Sand

„OIKOS“?

Ökonomie und Ökologie haben eine gemeinsame sprachliche Wurzel: Oikos. So bezeichneten die Griechen eine Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft. In sprachlicher Verbindung mit nomos, dem „Gesetz“, entwickelte sich aus Oikos die „Ökonomie“ – womit seither die Gesetze, Ordnungen und Sitten des Haushaltens, vulgo des Wirtschaftens bezeichnet werden. Oikos und „logos“ hingegen verschmolzen als „Ökologie“ zur Lehre vom Naturhaushalt. Wir nennen unsere neue Reihe „Oikos“, weil wir fragen wollen, wie Ökologie und Ökonomie wieder in eine tragfähige Balance gebracht werden können.


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OIKOS. World & Economy #3 The Species

Tuesday, 30 November 2021 at 7 pm, online via Zoom.

After focusing on the mega-systems "ocean" and "forest" at the start of our new OIKOS series, we now want to explore the question of what follows from the overloading or destruction of our large ecosystems: What effects do our harmful economic practices have on the world as a habitat for flora and fauna?

On the one hand, species extinction is a natural process that also takes place without human intervention. So-called mass extinctions have also occurred several times in the history of the earth. Probably the most famous occurred about 66 million years ago, when about half of all animal species became extinct, including the dinosaurs.

On the other hand, the history of human dispersal is also a history of extinction: whenever humans colonised new continents or islands, species disappeared shortly afterwards. Before the beginning of modern times, this mainly affected the "megafauna", i.e. large animal species such as the mammoth or the sabre-toothed cat. Today's extinction rate affects not only this megafauna but also other animal, plant and fungal species as well as microorganisms. According to current estimates, the current extinction rate caused by human activity exceeds the natural rate by a factor of 100 to 1000.

Yet biodiversity - the diversity of species, habitats and also genes - is an expression of the planet's state of health. The greater the biological diversity, the more stable and healthy ecosystems are. Changes in land use, above all the conversion of natural ecosystems into industrial agricultural areas and urban regions, are considered the most important reason for the extinction of species. Global warming is also a growing threat, as the speed of climate change does not match the speed of evolutionary adaptations.

So how do our economic practices, our food and mobility habits, etc. have to change in order to preserve biodiversity? 

One of the guests will be the British biologist Dr. Sarah Darwin, who was, so to speak, born with an intense interest in the origin, development and endangerment of species. The event will therefore be held in English.

In proven cooperation with the Bremen Theatre!

The event will be held via Zoom. Use this link to access the Zoom Meeting.


Outlook:

25.01.2022: OIKOS. World & Economy #4 The Sand

"OIKOS?"

Economy and ecology have a common linguistic root: oikos. This is how the Greeks referred to a household and economic community. In linguistic connection with nomos, the "law", oikos developed into "economy" - which has since then been used to describe the laws, orders and customs of housekeeping, vulgo of economic activity. Oikos and "logos", on the other hand, merged as "ecology" to form the study of the balance of nature. We call our new series of events "Oikos" because we want to ask how ecology and economy can be brought back into a sustainable balance.

 

Adresse
▶ Online-Veranstaltung
Veranstalter/in
Landesstiftung Bremen
Sprache
Englisch
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