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Dienstag, 21. Februar 2023 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

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Ostopie #3: Fight for your rights

Feminismen als Antrieb des Protests | mit der Menschenrechtsexpertin und Journalistin Tetiana Goncharuk aus Kyiv, Masha Rubina von Razam Bremen und Rebekka Pflug von der Universität Wien

Ein feministischer Fokus auf die Proteste in Ost(mittel)europa ist in doppelter Hinsicht erhellend. Denn: Wie Gesellschaft und Politik mit Frauen, LGBTQIA*-Personen und marginalisierten Gruppen umgehen, ist ein deutlicher Indikator für den Zustand der Demokratie. Die Rechte genau dieser Gruppen sind oft die ersten, die von autoritären Regimen und rechtpopulistischen Regierungen eingeschränkt werden. Und umgekehrt gilt: Im Kampf für gemeinsame Rechte und ein demokratisches Zusammenleben setzen feministische Akteur*innen immer wieder bedeutende Kräfte frei. Die Bilder feministischer Proteste aus den USA, Iran, Belarus oder Polen gingen um die Welt. Es sind nur einige Beispiele für wiederkehrenden feministischen Widerstand, der die gesamte Gesellschaft erfasst und dynamisiert. 

In der OSTOPIE #3 zoomen wir hinein in die Region Ost(mittel)europa: Welche Rolle spielen feministische Bewegungen dort für Politik und Gesellschaft? In Belarus waren Frauen das Gesicht der Proteste nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen 2020. Seit 2016 füllen sich die Straßen polnischer Städte immer wieder mit Demonstrierenden, die im Rahmen des Strajk Kobiet (Frauenstreik) gegen das nahezu vollständige Verbot von Abtreibungen protestieren. Und auch in der Ukraine entwickelte sich seit dem Euromaidan eine kreative Protestkultur. Welche Schwerpunkte setzen feministische Proteste? Wie steht es um die Solidarität zwischen verschiedenen Gruppen? Welche Konflikte treiben den Protest und wie übersetzen sie sich in politisches und gesellschaftliches Handeln?

Darüber diskutieren wir mit der Menschenrechtsexpertin und Journalistin Tetiana Goncharuk aus Kyiv, Masha Rubina von Razam Bremen und Rebekka Pflug von der Universität Wien. Als Aktivist*innen und Forschende kennen sie die feministischen Bewegungen und Proteste in Polen, Belarus und der Ukraine aus eigener Erfahrung und Anschauung.

Die Moderation übernimmt die Politikwissenschaftlerin Josephine Assmus von der Universität Bremen, die sich in der Jungen DGO Bremen engagiert.

Veranstaltungsort: Theater Bremen/Noon (Foyer Kleines Haus)

Anmeldung: Zur besseren Planbarkeit bitten wir um eine Anmeldung. Spontan teilnehmen ist aber auch möglich!

OSTOPIE

Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „OSTOPIE“ der Jungen DGO Bremen (Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde), der Heinrich Böll-Stiftung Bremen und des Theaters Bremen. Sie fokussiert sich ebenso auf „Orte des Ostens“ (Topoi) wie auf Gesellschaftsordnungen – historischen, aktuellen und visionären. Und sie lädt dazu ein, den eigenen Blick auf diese Region zu hinterfragen: Welche Stereotype prägen unser Bild des ehemals sozialistischen Europas? Was können wir von Osteuropa lernen?

Die OSTOPIE-Reihe besteht aus klassischen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Lesungen, nutzt aber auch Formate wie Quiz, Workshop und Science Slam. Und: Sie nährt nicht nur den Geist, sondern auch den Magen. Künstler und Regieassistent Viktor Lamert bereitet Essen zu: Borschtsch oder Борщ, Soljanka oder Солянка ...

Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
Sprache
Deutsch
Teilnahmegebühren
Kostenlos