- Dienstag, 09. Juni 2009 12.30 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Paradiese in der Krise
Transparenz und neue Regeln für Regulierungs- und Steueroasen
Wie ist es möglich, dass die Finanzkrise scheinbar aus dem Nichts über die Welt hereinbrach? Wieso konnten die zuständigen Aufsichtsbehörden sie nicht voraussehen? Es war möglich, weil viele der hochspekulativen Geschäfte im Verborgenen stattfanden: in Steuer- und Regulierungsoasen. Dort ist ein Schattenbankensystem entstanden, das aus unzureichend regulierten Banken, Hedgefonds und anderen Finanzfirmen besteht und zu einer erheblichen Destabilisierung des gesamten Finanzsystems beiträgt. So war beispielsweise ein großer Teil der gefürchteten hypothekenbasierten Wertpapiere in sogenannten Zweckgesellschaften in Regulierungsoasen angelegt.
Außerdem ermöglichen diese Staaten Steuerhinterziehung und -vermeidung durch (wohlhabende) Individuen und multinationale Unternehmen. Damit unterminieren sie den Gesellschaftsvertrag in anderen Staaten, denen Einnahmen für öffentliche Leistungen fehlen und die sich daher gezwungen sehen, steuerehrliche Bürgerinnen und Bürger stärker zu belasten. Insbesondere die ärmsten Länder der Welt leiden unter der Kapitalflucht. Es wird geschätzt, dass den Entwicklungsländern durch die Steueroasen jährlich 850 Milliarden Dollar an Kapital verloren gehen. Das ist mehr als sie durch öffentliche Entwicklungshilfe erhalten.
Wir laden ein zu einer Diskussion mit Regierungsvertretern, Politikern, Vertretern internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft, in der wir folgenden Fragen nachgehen wollen: Wie funktionieren Regulierungs- und Steueroasen? Wie destabilisieren sie das internationale Finanzsystem und ermöglichen Steuervermeidung und -hinterziehung? Was muss zur Lösung der Probleme getan werden? Welche konkreten Regulierungen sind notwendig? Was sind mögliche Hindernisse bei deren Durchsetzung?
Mit:
Außerdem ermöglichen diese Staaten Steuerhinterziehung und -vermeidung durch (wohlhabende) Individuen und multinationale Unternehmen. Damit unterminieren sie den Gesellschaftsvertrag in anderen Staaten, denen Einnahmen für öffentliche Leistungen fehlen und die sich daher gezwungen sehen, steuerehrliche Bürgerinnen und Bürger stärker zu belasten. Insbesondere die ärmsten Länder der Welt leiden unter der Kapitalflucht. Es wird geschätzt, dass den Entwicklungsländern durch die Steueroasen jährlich 850 Milliarden Dollar an Kapital verloren gehen. Das ist mehr als sie durch öffentliche Entwicklungshilfe erhalten.
Wir laden ein zu einer Diskussion mit Regierungsvertretern, Politikern, Vertretern internationaler Organisationen und der Zivilgesellschaft, in der wir folgenden Fragen nachgehen wollen: Wie funktionieren Regulierungs- und Steueroasen? Wie destabilisieren sie das internationale Finanzsystem und ermöglichen Steuervermeidung und -hinterziehung? Was muss zur Lösung der Probleme getan werden? Welche konkreten Regulierungen sind notwendig? Was sind mögliche Hindernisse bei deren Durchsetzung?
Mit:
- Jack Blum (US-amerikanischer Regierungsberater und Rechtsanwalt)
- John Christensen (Tax Justice Network)
- Heike Göbel (FAZ)
- Gerhard Schick (Bündnis 90/Die Grünen)
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin