- Montag, 17. November 2008 19.30 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Peak Oil – droht die Energie- und Klimakrise?
Kritische Debatte zum Weltenergiebericht 2008
Am 12. November wird die Internationale Energieagentur (IEA) ihren Weltenergiebericht 2008 vorstellen. Der Bericht wird für einigen Aufruhr sorgen, wenn er, wie
angekündigt, die bekannten Ölreservenschätzungen revidiert. Die IEA präsentiert aber auch Szenarien für eine kohlenstoffarme Zukunft und konfrontiert mit den Folgen für Energiepreise, Investitionsströme, Umweltverschmutzung oder Energiesicherheit.
Die Prognosen für die globale Öl- und Gasproduktion werden Einfluss auf die UN-Klimapolitik nach 2012 haben, auch wenn beide Themen selten gemeinsam diskutiert werden.
Krisenszenarien
Schon heute sieht sich die Welt zahlreichen Krisen ausgesetzt, die eng mit Energie-und Klimafragen zusammenhängen: hohe Lebensmittelpreise, die Wasserknappheit in bestimmten Regionen oder die immer öfter auftretenden extremen Wetterphänomene gehören dazu. Hinzu kommt eine ökonomische Krise, die mit dem Kollaps der Finanzmärkte einhergeht. In der Energiepolitik wird üblicherweise davon ausgegangen, dass steigende Preise und Versorgungsengpässe die Ausbeutung bisher schwer zu erschließender Vorkommen, etwa der Ölfelder unter der Arktis, antreiben werden. Die meisten Regierungen konzentrieren sich in Fragen der Energiesicherheit auf Investitionen in die Förderinfrastruktur und darauf, ihren Einfluss auf bestimmte Öl- und Gas-exportierende Länder auszubauen. Klimaschutz gilt als Hemmschuh für die Wirtschaft, da er zunächst mit Kosten und Auflagen verbunden ist.
Ölfördermaximum längst überschritten
Übersehen wird die Endlichkeit der fossilen Ressourcen. Fachleute gehen davon aus, dass Peak Oil, das globale Ölfördermaximum, längst überschritten ist. Wenn keine entschiedenen Schritte unternommen werden, wird das Schwinden der Öl- und Gasreserven zu einer Energiekrise großen Ausmaßes führen. Diese droht bereits jene politische Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die benötigt würde, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Dabei müsste die Entwicklung eines alternativen, nachhaltigen globalen Energiesystems als Chance und nicht als Last verstanden werden.
Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten wir die Ergebnisse des Weltenergieberichts 2008: Welchen Einfluss hat das Überschreiten des Ölfördermaximums auf die Geopolitik? Wie beeinflusst Peak Oil die Klimapolitik und welche Konsequenzen haben die neuen Zahlen für den Klimagipfel in Poznan im Dezember 2008?
Mit:
Simon Taylor, Director Global Witness, London;
Thomas Seltmann, Projektmanager Energy Watch Group, Berlin;
Prof. Claudia Kemfert, Energieökonomin, DIW, Berlin
Dr. Carsten Rolle, Leiter der Abteilung Energie und Rohstoffe Bundesverband der Deutschen Industrie, Berlin
Moderation:
Britta Fecke, Journalistin, Deutschlandfunk
Krisenszenarien
Schon heute sieht sich die Welt zahlreichen Krisen ausgesetzt, die eng mit Energie-und Klimafragen zusammenhängen: hohe Lebensmittelpreise, die Wasserknappheit in bestimmten Regionen oder die immer öfter auftretenden extremen Wetterphänomene gehören dazu. Hinzu kommt eine ökonomische Krise, die mit dem Kollaps der Finanzmärkte einhergeht. In der Energiepolitik wird üblicherweise davon ausgegangen, dass steigende Preise und Versorgungsengpässe die Ausbeutung bisher schwer zu erschließender Vorkommen, etwa der Ölfelder unter der Arktis, antreiben werden. Die meisten Regierungen konzentrieren sich in Fragen der Energiesicherheit auf Investitionen in die Förderinfrastruktur und darauf, ihren Einfluss auf bestimmte Öl- und Gas-exportierende Länder auszubauen. Klimaschutz gilt als Hemmschuh für die Wirtschaft, da er zunächst mit Kosten und Auflagen verbunden ist.
Ölfördermaximum längst überschritten
Übersehen wird die Endlichkeit der fossilen Ressourcen. Fachleute gehen davon aus, dass Peak Oil, das globale Ölfördermaximum, längst überschritten ist. Wenn keine entschiedenen Schritte unternommen werden, wird das Schwinden der Öl- und Gasreserven zu einer Energiekrise großen Ausmaßes führen. Diese droht bereits jene politische Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, die benötigt würde, um die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Dabei müsste die Entwicklung eines alternativen, nachhaltigen globalen Energiesystems als Chance und nicht als Last verstanden werden.
Gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten wir die Ergebnisse des Weltenergieberichts 2008: Welchen Einfluss hat das Überschreiten des Ölfördermaximums auf die Geopolitik? Wie beeinflusst Peak Oil die Klimapolitik und welche Konsequenzen haben die neuen Zahlen für den Klimagipfel in Poznan im Dezember 2008?
Mit:
Simon Taylor, Director Global Witness, London;
Thomas Seltmann, Projektmanager Energy Watch Group, Berlin;
Prof. Claudia Kemfert, Energieökonomin, DIW, Berlin
Dr. Carsten Rolle, Leiter der Abteilung Energie und Rohstoffe Bundesverband der Deutschen Industrie, Berlin
Moderation:
Britta Fecke, Journalistin, Deutschlandfunk
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin