Freitag, 12. Mai 2006 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Petra-Kelly-Preis 2006

Preisverleihung an den russischen Menschenrechtsanwalt Jurij Schmidt

Der Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung geht dieses Jahr an Juri Schmidt, den bekanntesten Menschenrechtsanwalt in Russland.<br><br> Der Gründer und Vorsitzende des Russischen Anwältekomitees für Menschenrechte war Verteidiger des Ende der 90er Jahre wegen Spionage angeklagten Marineoffiziers und Ökologen Alexander Nikitin und gehört seit 2004 zu den Anwälten von Michail Chodorkowski.<br><br> Mit der Preisvergabe würdigt die Heinrich-Böll-Stiftung Juri Schmidts herausragendes Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte und den Aufbau eines Rechtsstaates in Russland. Als Anwalt setzt er sich seit vielen Jahren unermüdlich dafür ein, dass seine Mandanten ein rechtsstaatliches Gerichtsverfahren bekommen. Juri Schmidt ficht im Gerichtssaal und in der Öffentlichkeit gegen Willkür und selektive Rechtsanwendung des Staates in Russland und in anderen Republiken der ehemaligen Sowjetunion.<br><br> In letzter Zeit ist er wegen seines Engagement zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Der Preis ist deshalb auch ein Geste der Solidarität mit dem Preisträger und vielen anderen Menschenrechtlern in Russland und ein Appell an die russische Regierung.<br><br> Ansprachen:<br> - <b>Ralf Fücks</b>, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung<br> - <b>Reinhard Bütikofer</b>, Bundesvorsitzender von B90/DIE GRÜNEN<br><br> Laudatio:<br> <b>Arsenij Roginski</b>, Memorial Moskau<br><br> Nach der Preisverleihung laden wir Sie zu einem Empfang ein.<br> Der Eintritt ist frei.