Freitag, 30. April 2004 20.00 – 23.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Petra-Kelly-Preis an Wangari Maathai

Wangari Muta Maathai, promovierte Biologin und Professorin für Veterinär-Anatomie, ist eine herausragende Repräsentantin der grünen Bewegung Afrikas. Für ihr Engagement hat sie in der Vergangenheit Haft und Repressalien bis hin zu Misshandlungen ertragen müssen. Über die Ökologie-Bewegung hinaus streitet sie für die demokratischen und sozialen Rechte der Bevölkerung; sie ist zugleich eine der bekanntesten internationalen Botschafterinnen der afrikanischen Frauen.<br><br> Wangari Maathai ist die erste grüne Politikerin Afrikas, die den Sprung in eine Regierung geschafft hat. Derzeit ist sie stellvertretende Ministerin für Umweltschutz in ihrem Heimatland Kenia. In den frühen 70er Jahren gründete sie die Organisation Green Belt Movement und kämpfte damit für die Erhaltung des Waldes in Kenia und Ostafrika.<br><br> Das Beispiel des Green Belt Movement, das seinen Ausgang von einfachen Baum-Pflanzungs-Projekten nimmt und langfristig auf das ökologische Bewusstsein der Bevölkerung zielt, hat seither in zahlreichen afrikanischen Ländern Schule gemacht.<br><br> Die Heinrich-Böll-Stiftung verleiht den internationalen Petra-Kelly-Preis 2004 an Wangari Maathai, um ihre einzigartige Rolle in der afrikanischen Politik, ihr Engagement und ihr Lebenswerk zu würdigen. Wie bei der Preisverleihung an Ingrid Betancourt, der Preisträgerin 2002,wollen wir damit zugleich ein Licht auf die Vielfalt der internationalen grünen Bewegung werfen. <br><br><b> Klaus Töpfer</b>, Direktor des UN- Umweltprogramms (UNEP), hält die Laudatio.<br><br> Ansprachen:<br> <b>Ralf Fücks</b> und <b>Barbara Unmüßig</b>, Vorstände Heinrich-Böll-Stiftung