Veranstaltung
- Freitag, 09. Oktober 2026 19.00 – 20.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Podiumsdiskussion „... in Arbeit“
Im Rahmen der Ausstellung „Ist-Zustand“ des Künstlerinnenkollektivs perspektiven_ost
Im Rahmen der Ausstellung „Ist-Zustand“ des Künstlerinnenkollektivs perspektiven_ost (2.10 - 11.10.2026) laden der Rostocker Frauen*kulturverein Die Beginen e.V. und die Heinrich-Böll-Stiftung MV zu einer Podiumsdiskussion „..in Arbeit“ mit den beteiligten Künstlerinnen Berit Kröner, Christin Waterstrat und Sophia Patzer ins Studio 36 ein.
In einem interdisziplinaren Wohnzimmerformat diskutieren die Künstlerinnen über die Frage, welchen Einfluss ihre ostdeutsch geprägten Erfahrungsräume auf ihre künstlerischen Entstehungs- und Arbeitsabläufe haben. Dabei verhandeln sie deutsch-deutsche Geschichte und aktuelle gesellschaftspolitische Entwicklungen. Der Titel des Podiums verweist auf das Prozesshafte.
Die Ausstellung „Ist-Zustand“ zeigt Arbeiten der Künstlerinnen, die sich mit Themen wie Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, mit sozialen und politischen Prozessen beschäftigen. Im Mittelpunkt der unterschiedlichen künstlerischen Positionen stehen Fragen von Identität, Erinnerungspolitik und gesellschaftlichen Zuständen. Gezeigt werden Arbeiten, die sowohl zueinander in Beziehung stehen als auch in Beziehung zur ostdeutschen Gegenwart und Geschichte. Arbeiten, die sich mit Erinnerungen, Zuschreibungen, Brüchen und gegenwärtigen Lebensrealitäten auseinandersetzen. Durch die Verbindung von Performance, Installation und Fotografie entsteht ein multimedialer Raum.
Über die Künstlerinnen:
Das allgegenwärtige Schweigen während einer Kindheit in der DDR und Jugend in den "Baseballschlägerjahren" ist Teil der künstlerischen Auseinandersetzung von Berit Kröner. Mit Fotocollagen, Objekten und Installationen bildet sie ihre Irritationen darüber nach. Für Sophia Patzer sind analoge Fototrafie und Text gleichwertige Ausdrucksformen, die sie künstlerisch forschend einsetzt. In ihrer Arbeit beschäftigt sich die Künstlerin kontinuierlich mit Fragen zu Herkunft, Klasse und ostdeutscher Identität und berührt dabei gesellschaftliche und erinnerungspolitische Dimensionen zugleich. Christin Waterstrat befasst sich mit der Unsichtbarkeit. Dabei untersucht sie emotionale, körperliche und strukturelle Gewalt an Frauen, psychische Zustände wie Depression sowie historische Formen psychischer Folter, wie die Zersetzung. Sie arbeitet mit zweiseitigen Gravuren auf Glas sowie mit filigranen Scherenschnitten. Es entstehen komplexe Installationen mit Licht und Schatten als wesentliche Gestaltungselemente.
Eintritt: frei
Ort: Studio 36, Barnstorfer Weg 36, Rostock
Veranstalter:innen: perspektiven_ost in Kooperation mit dem Frauen*kulturverein Die Beginen e.V. und der Heinrich-Böll-Stiftung MV
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Mecklenburg-Vorpommern