Freitag, 14. März 2008 19.00 – 22.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Podiumsdiskussion: Überwachung, Prävention, Privatheit

Vortrag von Andreas Busch (Universität Oxford/WZB Berlin)
 
Anschließend Diskussion mit:
Peter Schaar, Bundesbeauftragter für den Datenschutz
Ursula Pia Jauch, Universität Zürich/Wissenschaftskolleg Berlin
Johan Schloemann, Süddeutsche Zeitung
Ulrike Poppe, Evangelische Akademie zu Berlin
 
 
Das Private erscheint gegenwärtig als bedrohte Sphäre. Neue technische Möglichkeiten der Überwachung, die im Interesse allgemeiner Sicherheit eingesetzt werden sollen, stehen im Konflikt mit Grundrechten der Bürger, in ihrem persönlichen Nahbereich unbeobachtet sein zu können. Öffentliche und private Akteure sammeln und verwenden in nie da gewesenem Maße private Lebensdaten. Andererseits kann auch die kategorische Abschottung einer angeblich „machtfreien“ Privatsphäre nicht länger überzeugen. So wird beispielsweise mit Blick auf familiäre Vernachlässigungen vielfach eine „Kultur des Hinschauens“ gefordert, weil der Schutz des Privaten nicht dazu führen dürfe,  dass Verletzungen der physischen und psychischen Integrität unentdeckt bleiben. Im Rahmen der Podiumsdiskussion soll die Frage erörtert werden, wo Grenzen staatlicher Omnipräsenz und rechtlichen Eingreifens liegen, was eine zivile Kultur der Aufmerksamkeit ausmacht, ob nur von staatlichem Handeln eine Bedrohung ausgeht oder ob auch die Bürger selbst auf eine Unversehrtheit der Privatsphäre immer weniger Wert legen.
Veranstalter*in
Landesstiftung Brandenburg