- Dienstag, 10. Mai 2005 19.30 In meinem Kalender speichern
Podiumsdiskussion zur RAF-Ausstellung
Moderne in Deutschland – Totalitäre Versuchung?
<b>Götz Aly</b>, Autor, Berlin
<br><b>Gerd Koenen</b>, Autor,
Frankfurt/M.
<br><b>Katharina Rutschky</b>,
Autorin, Berlin
<br><b>Hans-Christian Ströbele</b>,
MdB Bündnis 90/ Die Grünen
<br>Moderation: <b>Ralf Fücks</b>,
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
<br><br>
Ist die politische Moderne in Deutschland
von einer
totalitaeren Versuchung begleitet? Diese
Frage stellt sich
nicht nur im Hinblick auf den
Nationalsozialismus.
So wird die deutsche Studentenrevolte von
1968 bis
heute unterschiedlich bewertet: während
etliche Kritiker
ihre antidemokratischen, totalitären
Tendenzen unterstreichen,
verstehen andere die Studentenbewegung
als
Katalysator für den Anschluss der (west-)
deutschen
Gesellschaft an die politische Moderne des
Westens –
und damit auch als treibende Kraft für den
überfälligen
Bruch mit der NS-Vergangenheit.
<br><br>
Wie ist der politische Terrorismus der
1970er Jahre
in diese Diskussion einzuordnen? Handelt
es sich dabei
um die Verirrung Einzelner oder die
Fortsetzung einer
„totalitären Versuchung“? Brach die RAF
mit einer im
Kern libertären, antiautoritären Bewegung
oder setzte
sie ihre ambivalente Dynamik mit
terroristischen Mitteln fort?
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin