Donnerstag, 17. Juli 2008 – Montag, 21. Juli 2008 In meinem Kalender speichern

Politische Sommerbildung 2008

Revolution und Psychoanalyse

`Die Proletarier haben nichts zu verlieren außer ihren Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen.
(Karl Marx)
 
Eine Gesellschaftsveränderung zu einer solidarisch-demokratischen Struktur würde uns „eine Welt“ gewinnen lassen, könnte die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beenden und die Vernunft statt des Profits als herrschende Kraft hervorbringen.
 
Doch die Menschen haben und hatten wohl doch mehr zu verlieren als ihre Ketten. Nicht nur der relative Wohlstand in den Industriestaaten und die scheinbare Zersplitterung der Klassen ließ den Ruf nach einer anderen Welt verstummen. Ängste, Hemmungen, irrationale Wünsche, Vorurteile, Unterwürfigkeit und ähnliche „psychischen Ketten“ lassen daran zweifeln, ob die Menschen wirklich gegen ihre Unmündigkeit aufbegehren können.
 
In Anlehnung and die Theorie von Marx versuchten Geisteswissenschaftler wie Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Herbert Marcuse und Wilhelm Reich diese psychologischen Elemente zu untersuchen und Erklärungen dafür zu finden, warum viele Menschen offenbar lieber einem Führer und einem faschistischen System dienen, statt mit anderen zusammen selbstbestimmt eine befreite Gesellschaft aufzubauen.
 
Die Grundlage dieser Gedanken finden wir bei der Psychoanalytischen Theorie von Siegmund Freud. Wir werden einige Texte von ihm lesen, um dann bei anderen Autoren weitere Ideen und manchmal auch Handlungsansätze zu finden, wie man diese Welt trotz der vielen psychologischen Schwierigkeiten zu Besseren verändern könnte.
 
Wochenseminar für Jugendliche und junge Erwachsene
in Luhme/Brandenburg
mit Andy Kleinert & Audrey Podann
Kosten: 30,- €
Infos: Jürgen Kubens, Fon 030-6112 8967             jkubens@bildungswerk-boell.de