Samstag, 03. September 2005 14.00 – 18.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Politischer Aufbruch in Afrika – Das Beispiel Kamerun

Der Workshop setzt an folgenden Fragen an: Welche Wege in wirkliche Unabhängigkeit und Demokratie sind heute in einem afrikanischen Land wie Kamerun – nach Jahrzehnten unter Diktatur und neo-kolonialer Herrschaft – möglich? Mit welcher Geschichte, welchen Bewegungen und Persönlichkeiten aus den letzten 50 Jahren sind sie verbunden? Warum wurden Akteure und Mitglieder der richtungsweisenden Bewegungen, die für Demokratie und Unabhängigkeit in Kamerun standen, verfolgt, umgebracht und warum wurden die entscheidenden Bewegungen verboten, bzw. bis heute an ihrer Arbeit gehindert? Wie funktioniert die Wiederaneignung dieser lange „verbotenen“ Geschichte in einem Land, das sich seit den 90er Jahren immer noch in einem schmerzhaften Übergang von einer Diktatur zu einer sog. „Demokratur“ befindet? Welchen Anteil haben Institutionen und Entscheidungsstrukturen des Westens an der Entwicklung Kameruns? Was kann man hier im Westen tun, um zu einer Demokratisierung dort beizutragen? Welche sozialen Bewegungen haben sich heute - aller Unterdrückung zum Trotz - entwickeln können? Welche Perspektiven haben sie?<br> <br> Ein aktueller Film zu Kamerun („L’Afrique sous contrôle“ von Frank Garbely, 2005) zeigt wichtige Live-Interviews, sowie bisher geheime politische Dokumente und thematisiert darüber hinaus die europäische Verantwortung bei der Aufarbeitung des Kolonialismus und des Neokolonialismus.<br> <br> <br> Workshopleitung:<br> <b>Tene Sop</b>, Mitglied des Studentenparlaments in Kamerun, Mitglied des CODE (Dachverband der kamerunischen Opposition in der Diaspora) und<br> <b>Dr. Benjamin Leunmi</b>, Jurist, Mitglied des CODE und des Kamerun Komitee e.V.
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