Symposium Samstag, 26. September 2015 – Sonntag, 27. September 2015 in
Berlin

Prekäre Kunst: Protest & Widerstand

Symposium

Datum, Uhrzeit
Sa., 26. Sep 2015, 10.00 Uhr  –
So., 27. Sep 2015, 19.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Eintritt frei
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)

Das Symposium „Prekäre Kunst: Protest & Widerstand“ ist Teil des gleichnamigen Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekts, das sich mit Fragen nach strukturellen und Alltagsrassismen im Berliner Kunstbetrieb auseinandersetzt.

Insbesondere kulturschaffende Schwarze Frauen und Frauen of Color erfahren diesen nicht nur als rassistisch, sondern auch als geschlechterdiskriminierend und erleben ihr Arbeitsfeld „Kunst“ in mehrfacher Hinsicht als ausschließend und prekär. Anhand der Frage nach Möglichkeiten der Aneignung, Unterwanderung oder dem Produzieren alternativer Kontexte soll ein Dialog über die verschiedenen Strategien entstehen, wie kulturschaffende Schwarze Frauen und Frauen of Color Rassismus in jeglicher Form, Sexismus und den Erfahrungen von Marginalisierung und Nicht-Repräsentation im weißen Kunstbetrieb entgegenwirken. Das Projekt möchte diskriminierende Strukturen und Repräsentationspraktiken markieren, aufbrechen und langfristig verändern.

Das Symposium ist interdisziplinär angelegt und bringt sowohl Wissenschaftlerinnen als auch Kulturschaffende, Künstlerinnen und Aktivistinnen zusammen.

26.09.2015: „Wann Protest, wann Widerstand?“ (10:00-18:00)
Protest und Widerstand stehen beide am Anfang sozialer Veränderungen. Dabei findet Protest innerhalb, Widerstand außerhalb der bestehenden hegemonialen Strukturen statt. Wann und unter welchen Bedingungen erscheint die eine, wann die andere Strategie sinnvoll und wirksam?

10:00 Begrüßung / Einleitung
Dr. Stacie CC Graham, Katharina Koch, Anne Kohl (Kuratorinnen)

10:30 Race, Precarity And Artistic Labour In Berlin
Dr. Onur Suzan Nobrega (Medien- und Kulturwissenschaftlerin)

12:15 Being is one thing… – Protest und Widerstand
Sandrine Micossé-Aikins (Kunstwissenschaftlerin, Kuratorin, Aktivistin)

14:40 Film / Diskussion: Die Umzüge (7:01 min., D 2013, dt.)
Karina Griffith (Künstlerin)

15:15 Performanz analysieren im karibischen Raum
Dr. Daniele Daude (Theater- und Musikwissenschaftlerin, Violinistin, Aktivistin)

17:00 Podiumsdiskussion: Wann Protest, wann Widerstand?
it it Dr. Daude, Micossé-Aikins, Dr. Nobrega

Moderatorin: Rena Onat (Kunst- und Medienwissenschaftlerin, Gender Studies)


27.09.2015: Die Illusion der Post-Gender und Post-Racial Gesellschaft (13:00-19:30)
Ist es möglich nur noch über Dynamiken, Prozesse und Strukturen zu sprechen, ohne auf die spezifischen Parameter der einzelnen Identifikationsmerkmale einzugehen? Mit dem Fokus auf Intersektionalität soll das Ineinanderwirken dieser Strukturen befragt werden.

13:00 Begrüßung und Zusammenfassung des 1. Tages

13:15 Weiße Räume öffnen?! Von Repräsentationskritik zu Selbstrepräsentation –
Möglichkeiten und Grenzen. Praxiserfahrungen einer Kuratorin of Color

Iris Rajanayagam (Kuratorin, Wissenschaftlerin)

15:00 I am a white academic feminist artist. I’ve got no reason to cry
Julia Lemmle (Coach, Performerin, Aktivistin)

16:30 Film / Diskussion (engl.): PAST PRESENT TENSE (32 min., D 2014-15, dt. mit engl. UT)
Christa Joo Hyun D’Angelo (Künstlerin)

18:00 Abschlussdiskussion mit Bettencourt, D‘Angelo, Dr. Daude, Griffith, Lemmle, Micossé-Aikins, Dr. Nobrega, Rajanayagam, Shadi.  (dt./engl.)
Moderatorinnen: Kuratorinnenteam (Dr. Stacie CC Graham, Anne Kohl, Katharina Koch)

Ort:
alpha nova & galerie futura
Am Flutgraben 3
12435 Berlin

www.alpha-nova-kulturwerkstatt.de
mail@alpha-nova-kulturwerkstatt.de

Finanziert mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin