Donnerstag, 13. Dezember 2012 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Rebellen, Ranger und Ressourcen - Wie Kongos Wildhüter den Virunga-Nationalpark vor Krieg und Erdöl-Konzernen schützen

Podiumsdiskussion

Die Demokratische Republik Kongo rückt immer wieder ins Zentrum globaler Konflikte und wirtschaftlicher Interessen. Aus den umkämpften Gebieten des  Ostkongos kommt z.B. das Coltan für die Herstellung von Computern und Mobiltelefonen. Der Ressourcenreichtum des Landes ist gleichzeitig der Fluch der Bevölkerung: Rund fünf Millionen Menschen sind in den letzten 20 Jahren direkt oder indirekt bewaffneten Konflikten um Ressourcen und Macht zum Opfer gefallen.

Betroffen ist auch der Virunga-Nationalpark mit seiner enormen Vielfalt an Pflanzen und Tieren, darunter auch die letzten Berggorillas der Region. Seit Jahren verteidigen Kongos Wildhüter ihren Park gegen Plünderer, Rebellen oder marodierende Soldaten – oft unter Einsatz ihres Lebens. Jetzt bedrohen auch Ölkonzerne dieses UNESCO-Weltnaturerbe.

Mit unseren Gästen wollen wir über die aktuelle Lage im Kongo und die
Zukunft des Parks sprechen:

Ephrem Balole, Leiter der Abteilung Wissenschaft und Technik des
Virunga-Nationalparks. Seine Arbeit zum Schutz des Lebensraumes
der kongolesischen Berggorillas wird immer schwieriger: In den letzten
Monaten wurden Teile des Parks von Rebellen erobert. Seither kann
das Team der Parkranger nur noch unter großer Gefahr seiner Arbeit
nachgehen.

Andrea Böhm, Journalistin DIE ZEIT. Reist regelmäßig in den Kongo
und berichtet über Politiker und Minenarbeiter, Umweltschützer und
Rohstoffhändler.

Brent Stirton, er hat den Virunga-Park über Jahre immer wieder besucht,
zuletzt im März 2012, im Auftrag des Magazins GEO. Für seine
Fotografien wurde er mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet.