- Freitag, 02. September 2011 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern
`Rechtspopulismus`
veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`
Begriffsbestimmung, AkteurInnen und Gegenstrategien. Reihe: Politik aktuell
Nach den Anschlägen in Norwegen durch
einen Neonazi und christlichen Fundamentalisten hat die Suche nach
Hintergründen und Motivationen begonnen. Der Hass auf MigrantInnen,
inbesondere MuslimInnen sowie auf Linke als vermeintlich Verantwortliche
für eine `Multikultigesellschaft` und die Furcht vor einer angeblichen
`Islamisierung` und `Überfremdung` gelten als Motive für die
abscheulichen Morde. Bis 2006 war der Täter Mitglied der
rechtspopulistischen `Fortschrittspartei` in Norwegen, die genau mit
diesen Argumenten solche Ängste schürt und Hass Vorschub leistet.
Zeigen
diese Anschläge, wie kurz der Schritt vom Rechtspopulismus zum Nazismus
ist? Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es? Welche
Konsequenzen ergeben sich daraus für Deutschland? Denn auch hier
versuchen sich rechtspopulistische Organisationen und Parteien zu
etablieren.
Dies stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen
und wirft Fragen auf. Rechtspopulismus scheint alltagstauglich zu werden
und es formieren sich politische Kräfte, die diese Form der
Politikvermittlung in Verbindung mit vorhandenen rassistischen
Vorurteilen in politischen Institutionen dauerhaft etablieren möchten.
Wir
wollen mit dieser Veranstaltung dazu beitragen, ein Problembewußtsein
für dieses Phänomen zu entwickeln sowie die Strategien und
Argumentationsmuster dieser demokratiegefährdenden AkteurInnen
aufdecken. Darüber und über mögliche Gegenstrategien werden wir mit Prof. Christoph Butterwegge (Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Universität Köln), Dirk Stegemann (Bündnis `Rechtspopulismus stoppen`), Jeroen Bosch
(von der Redaktion der Zeitschrift `Alert!` aus den Niederlanden) und
Mitarbeitern der Mobilen Beratungsstelle gegen Rechts diskutieren.
Gemeinsame Veranstaltung mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung: Gesellschaftsanalyse und politische Bildung e. V. und dem Bündnis `Rechtspopulismus stoppen`