- Freitag, 30. September 2011 – Sonntag, 02. Oktober 2011 In meinem Kalender speichern
Regenbogenfamilien eine neue Familienform: Herausforderungen & Gestaltungsräume
veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`
`Regenbogenfamilien` haben sich als eigenständige Familienform
etabliert, wie Eineltern- oder Patchworkfamilien, im wissenschaftlichen
Kontext ebenso wie in den Medien und im deutschen Sprachschatz. 2009
wurde der Begriff `Regenbogenfamilien` in den Duden aufgenommen.
Eine junge unkonventionelle Familienform zu sein, bietet Nachteile aber auch Vorteile: In Ermangelung ausgetretener Pfade und erprobter Rollenmodelle haben lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder nicht nur die Notwendigkeit sich Wege zu ebnen sondern auch die Freiheit neue Wege zu gehen.
Für Familienmodelle, die dem Vater-Mutter-Kind(er)-Konzept nicht entsprechen, gehört es zum Alltag, immer wieder mit klassischen Familien- und Rollenkonzepten verglichen zu werden. Problematisch wird das Abweichen von klassischen Familienstrukturen immer dort, wo die `Nicht-Anwesenheit` eines Elternteils als Defizit bewertet und vermittelt wird. Gerade Regenbogenfamilien sehen sich hier mit etlichen Vorbehalten gegenüber ihrer Familienform konfrontiert, die die rechtliche wie gesellschaftliche Ungleichbehandlung fördern. Rechtlich wurden Eingetragene Lebenspartnerschaften mit Kindern in den vergangenen Jahren sukzessive besser gestellt, bis heute ist jedoch ihre Gleichstellung mit Ehepaaren speziell bei der Familiengründung aber auch im Familienalltag nicht erreicht.
Auf der anderen Seite bietet diese Abweichung von klassischen Familienkonzepten Mütter- und Väterpaare in Regenbogenkernfamilie wie in Mehrelternkonstellationen die Möglichkeit, individuelle Beziehungsstrukturen und Rollendefinitionen neu zu entwickeln, erproben und etablieren.
Wo stehen lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder heute in Recht, Politik und Gesellschaft? Welche Wege stehen Lesben und Schwule in Deutschland aktuell für die Verwirklichung eines Kinderwunsches offen? Welche Handlungsspielräume bieten sich Regenbogenfamilien bei der Definition und Gestaltung von Elternschaft und Erziehung? Welche Ansätze können bei der Orientierung hilfreich sein?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unseres Familienseminars. Lesbische (Co)Mütter, schwule (Co)Väter und ihre Kinder sowie Lesben und Schwule, die über Familiengründung nachdenken, sind herzlich eingeladen, sich in
Vorträgen und Arbeitsgruppen zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen.
Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien sind herzlich willkommen, gemeinsam mit ihren Eltern am
Seminar teilzunehmen. Parallel zu den Arbeitsphasen wird eine Kinderbetreuung angeboten.
Friedrich Ebert Stiftung
Eine junge unkonventionelle Familienform zu sein, bietet Nachteile aber auch Vorteile: In Ermangelung ausgetretener Pfade und erprobter Rollenmodelle haben lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder nicht nur die Notwendigkeit sich Wege zu ebnen sondern auch die Freiheit neue Wege zu gehen.
Für Familienmodelle, die dem Vater-Mutter-Kind(er)-Konzept nicht entsprechen, gehört es zum Alltag, immer wieder mit klassischen Familien- und Rollenkonzepten verglichen zu werden. Problematisch wird das Abweichen von klassischen Familienstrukturen immer dort, wo die `Nicht-Anwesenheit` eines Elternteils als Defizit bewertet und vermittelt wird. Gerade Regenbogenfamilien sehen sich hier mit etlichen Vorbehalten gegenüber ihrer Familienform konfrontiert, die die rechtliche wie gesellschaftliche Ungleichbehandlung fördern. Rechtlich wurden Eingetragene Lebenspartnerschaften mit Kindern in den vergangenen Jahren sukzessive besser gestellt, bis heute ist jedoch ihre Gleichstellung mit Ehepaaren speziell bei der Familiengründung aber auch im Familienalltag nicht erreicht.
Auf der anderen Seite bietet diese Abweichung von klassischen Familienkonzepten Mütter- und Väterpaare in Regenbogenkernfamilie wie in Mehrelternkonstellationen die Möglichkeit, individuelle Beziehungsstrukturen und Rollendefinitionen neu zu entwickeln, erproben und etablieren.
Wo stehen lesbische Mütter, schwule Väter und ihre Kinder heute in Recht, Politik und Gesellschaft? Welche Wege stehen Lesben und Schwule in Deutschland aktuell für die Verwirklichung eines Kinderwunsches offen? Welche Handlungsspielräume bieten sich Regenbogenfamilien bei der Definition und Gestaltung von Elternschaft und Erziehung? Welche Ansätze können bei der Orientierung hilfreich sein?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unseres Familienseminars. Lesbische (Co)Mütter, schwule (Co)Väter und ihre Kinder sowie Lesben und Schwule, die über Familiengründung nachdenken, sind herzlich eingeladen, sich in
Vorträgen und Arbeitsgruppen zu informieren, auszutauschen und zu vernetzen.
Kinder und Jugendliche aus Regenbogenfamilien sind herzlich willkommen, gemeinsam mit ihren Eltern am
Seminar teilzunehmen. Parallel zu den Arbeitsphasen wird eine Kinderbetreuung angeboten.