Donnerstag, 05. November 2009 10.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Religiöser Pluralismus und Toleranz

veranstaltet von `Friedrich Ebert Stiftung`

Unsere `modernen` Gesellschaften sind pluralistisch. Verschiedene Ethnien, Angehörige unterschiedlicher Nationen, Religionen und Kulturen leben zusammen. Dieses Zusammenleben verläuft nicht konfliktfrei, die Gründe hierfür sind vielfältig. Wir fragen danach, welche Rolle die Religion im Pluralismus spielt: Behindert sie ihn, fördert sie ihn, trägt sie zum friedlichen Zusammenleben bei oder entfacht sie durch ihre Wahrheits- und Gestaltungsansprüche Verfeindungen? Brauchen Religionen einen inneren Pluralismus, um in der Gesellschaft pluralismusfähig zu sein?

Der säkulare Staat akzeptiert religiösen Pluralismus durch die Gewährleistung von Religionsfreiheit. Sie gilt für alle Religionen und Weltanschauungen gleichermaßen. Doch Religionsfreiheit ist auch nicht schrankenlos, sie findet ihre Grenze wenn die Grundrechte Dritter oder Güter von Verfassungsrang verletzt werden. Doch wann ist das der Fall? Wenn eine Lehrerin Kopftuch trägt? Oder ein Schüler sein rituelles Gebet in der Schule verrichten will? Es scheint, dass es schwieriger geworden ist, Umfang und Qualität von Religionsfreiheit zu bestimmen.

PROGRAMM

14.00 - 14.10 Begrüßung und Einführung
Dr. Johannes Kandel, Friedrich-Ebert-Stiftung

14.10 - 14.45 Religiöser Pluralismus, Religionsfreiheit und Toleranz
Prof. Dr. Hans-Michael Heinig, Leiter des kirchenrechtlichen Instituts der EKD, Göttingen

14.45 - 15.15 Diskussion
Moderation: Dr. Tobias Mörschel, FES

15.15 - 15.30 Pause

15.30 - 17.00 Religiöser Pluralismus: Chancen und Risiken - oder: Wie tolerant kann/muss Religion sein?
Prof. Dr. Hans-Michael Heinig, Universität Göttingen
Dr. Astrid Reuter, Universität Münster
Dietmar Nietan, Abgeordneter im Bundestag
Jörg Lau, Die Zeit

Moderation:Dr. Johannes Kandel, FES

17.00 Ende der Veranstaltung
Friedrich Ebert Stiftung