Mittwoch, 25. April 2007 – Mittwoch, 11. Juli 2007 In meinem Kalender speichern

Ringvorlesung: Feministische Ökonomie

Die Wirtschaftswissenschaften verstehen sich als eine neutrale Wissenschaft - neutral gegenüber gesellschaftlichen Verhältnissen und  erst recht gegenüber Geschlechterverhältnissen. Doch die Wirtschaftswissenschaften, insbesondere der orthodoxe neoklassische Kanon, sind weit davon entfernt (geschlechter-)neutral zu sein! Sie sind durchdrungen von teils geschlechtsblinden und teils geschlechtsspezifischen Annahmen: Durch den ausschließlichen Fokus auf die marktvermittelte Seite der Ökonomie werden Fragen der
geschlechtlichen Arbeitsteilung und der Asymmetrien in
Geschlechterverhältnissen schlichtweg ausgeblendet. Feministische Ökonominnen kritisieren seit nunmehr zwei Jahrzehnten die Ausblendungen sowie Fortschreibungen der Gender-Dimensionen in der Ökonomie.

Ziel der Vorlesungsreihe ist es, in die feministische Ökonomiekritik mit einem besonderen Fokus auf den globalen Kontext einzuführen.

Termine:
25.04.2007
Prof. Friederike Maier (FHW Berlin): Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung: ein Ergebnis ökonomischer Rationalität?

16.05.2007
Prof. Diane Elson (University of Essex): Macroeconmic policies and employment generation: gender dimensions

23.05.2007
Prof. Miriam Beblo (FHW Berlin): Formen der Familienbesteuerung aus der geschlechterbewussten Perspektive

30.05.2007
Dr. Naila Kabeer (IDS, University of Sussex): Revisiting 'co-operative conflict': bargaining around women's work

20.06.2007
Dr. Shahra Razavi (UNRISD): Gender, social policy and care

27.06.2007  
Dr. Gabriele Michalitsch (Wirtschaftsuniversität Wien):
Privatisiert. Geschlechterimplikationen neoliberaler Transformation

04.07.2007
Prof. Dr. Ingrid Robeyns (Radboud Universiteit Nijmegen): Revisiting basic income from a feminist perspective

11.07.2007
Prof. Irene van Staveren (Institute for Social Studies, Den Haag): The feminist economics of trade
Programm (PDF)