Mittwoch, 27. April 2011 18.00 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Russlands neue Ostpolitik zwischen Anspruch und Wirklichkeit

veranstaltet von `Rosa Luxemburg Stiftung`

Aus Sicht des Kreml hat die jahrelange einseitige Fokussierung der russischen Außenpolitik auf den Westen und seine Institutionen die internationale Manövrierfähigkeit des Landes nachhaltig beschnitten. Einen Ausweg aus dieser Situation wird in der beschleunigten Entwicklung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Beziehungen zu führenden nicht-westlichen Staaten wie China, Indien oder Brasilien gesehen.

Gleichzeitig diskutieren russische Strategieplaner die Notwendigkeit, im Großraum Eurasien neue geographische Realitäten zu schaffen, die Russlands innere und äußere Existenzbedingungen nachhaltig verbessern. Eine entscheidende Rolle soll dabei die so genannte Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) spielen.

Eine Alternative zur NATO will und kann die SCO bei Strafe des eigenen Untergangs jedoch nicht sein. Bleibt die Frage, über welche realen Möglichkeiten Russland dennoch verfügt, um im Zusammenspiel mit anderen eurasischen Machtzentren der vielleicht größten sicherheitspolitischen Herausforderung der Zukunft, der Etablierung eines offensiven NATO-Standbeins im asiatisch -pazifischen Raum, wirkungsvoll begegnen zu können.

Rosa Luxemburg Stiftung