Veranstaltung
- Donnerstag, 09. März 2023 13.00 – 17.30 Uhr In meinem Kalender speichern
Russlands Zivilgesellschaft 2022-2023: Zivilgesellschaftliche Anpassungsstrategien im Exil: Ausgereist – und nun?
Nicht-öffentliches Fachgespräch
Im Januar letzten Jahres thematisierte diese Gesprächsreihe die massiven Repressionen gegen zivile Kräfte in Russland und die zunehmende Gefahr, das Land verlassen und im Exil weiter agieren zu müssen. Kurz darauf erfolgte der brutale Überfall auf die Ukraine, der mit noch massiverer Unterdrückung jeglicher Opposition und entsprechend mit der massenhaften Ausreise gesellschaftlich Aktiver sowie von Kriegsgegner:innen und – im Zuge der Mobilisierungswellen – wehrpflichtiger junger Männer einherging. Das Jahr 2022 war geprägt vom holprigen Ankommen russischer Staatsbürger:innen in Europa, von den Nöten der Wohnungssuche und Aufenthaltsorganisation, des finanziellen Selbsterhalts jenseits staatlicher Hilfsprograme, dem Streben nach effektiver Weiterarbeit und dem Beginn der Vernetzung untereinander und mit den Dagebliebenen in Russland.
Nun währt der Krieg bereits ein ganzes Jahr und nimmt an Brutalität noch zu. Während sie manchen als weggelaufen gelten, andere sie dem Tätervolk zuschreiben, die nächsten sie nicht integrieren wollen, wünschen sich viele russische Menschen nichts sehnlicher als ein Ende der Gewalt und setzen sich in und außerhalb Russlands nach Kräften für ein Überbrücken und Überwinden des Systems Putin ein.
Wir wollen in geschlossener Runde diskutieren über die politischen und rechtlichen Bedingungen und Möglichkeiten zivilgesellschaftlicher Akteur:innen aus Russland in Deutschland. Wie sind sie mit der deutschen Zivilgesellschaft verbunden? Welche politischen Themen, Aktionen und Botschaften stehen im Vordergrund? Welche Zugänge haben sie, welche Forderungen stellen sie an die deutsche und europäische Politik?
Im zweiten Teil wollen wir über kulturelle und mediale Formen der Auseinandersetzung mit dem russischen Angriffskrieg diskutieren.
Das Gespräch findet in deutscher und russischer Sprache mit Simultanübersetzung statt.
13:00 Uhr Mittagessen
14:00 Uhr: Wie sieht die Situation zivilgesellschaftlicher Akteur:innen aus Russland in Deutschland aktuell aus?
15:30 Uhr Kaffeepause
16:00 Uhr: Welche Beiträge können und wollen russische Akteur:innen aus Kultur und Medien für die Integration und politische Bildung russischsprachiger Bevölkerung in Deutschland leisten? Welche Unterstützung durch die deutsche Politik tut Not?
Information: Nina Happe, happe@boell.de
- Zeitzone
- Berlin time
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Deutsch
- Russisch
- Simultanübersetzung