- Samstag, 25. September 2004 00.00 In meinem Kalender speichern
S.-Anhalt: Perspektiven der EU-Landwirtschaftspolitik in den Mitglieds- und Beitrittsstaaten
Der Agrarzweig in Ungarn ist neben dem
Tourismus einer der wichtigsten Säulen
der Außenhandelsbilanz. Die künftige
Wettbewerbsfähigkeit ist daher eine der
Kernfragen der ungarischen
Wirtschaftspolitik. <br><br>
Der Transformationsprozess hat nach der
Wende auch in der Landwirtschaft Opfer
gefordert. Die Statistiken zeugen aufgrund
der zum Teil drastisch zurückgegangenen
Tierbestände und Hektarerträge von einer
Talfahrt im letzten Jahrzehnt, die
marktwirtschaftlich allerdings auch als
Gesundschrumpfen bezeichnet werden
könnte. Dem widerspricht allerdings die
aktuelle Betriebsstruktur, derzufolge in
Ungarn fast eine Million
Agrarunternehmen existieren, von denen
aber nur etwa jedes sechste wirklich
existenzfähig ist. <br><br>
Für viele Betriebe wird
der EU-Beitritt Ungarns einen Austritt aus
der Warenproduktion bedeuten, da sie
einfach nicht in der Lage sind, die
Anforderungen für die Agrarbeihilfen zu
erfüllen. Ohne Zuschüsse ist aber ein
rentables Wirtschaften kaum denkbar.
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Mit
ähnlichen Problemen hat Polen zu
kämpfen, der bei einem zwar hohen
Industrialisierungsgrad sicher noch als
Agrarstaat zu bezeichnen ist.
Probleme der Transformation in den
Beitrittsstaaten und der EU-
Landwirtschaftspolitik, die gerade bei der
Erweiterung der Staatengemeinschaft
deutlich zu Tage treten sowie natürlich die
Konflikte der Landwirtschaft mit dem
Gewässer- und Naturschutz sollen
diskutiert werden.
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Sachsen-Anhalt