Montag, 05. Dezember 2005 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Schlusslicht Ostdeutschland

Die DDR besaß Ende der 80er Jahre unter den RGW-Ländern die stärkste Wirtschaftskraft; sie blieb seit 1995 im Vergleich zu diesen Ländern schwach. In der innerdeutschen statistischen Berechnung ist die <br>DDR- Wirtschaft noch immer terra incognita. Kühn hat eigene Berechnungen angestellt.<br> <br> Kühn sieht die Kurzatmigkeit bundesdeutscher Wirtschaftspolitik und -förderung am Beispiel Bau bewiesen: Bis Mitte der 90er Jahre erfolgte forcierter Wohnungsbau in den neuen Ländern mit Fördermitteln, anschließend begann man, intakten Wohnraum als "Stadtumbau Ost" abzureißen - mit Fördermitteln.<br> <br> Die Zahl der Beschäftigten hat in Ostdeutschland um <br>36 % abgenommen. Die Hauptstadtfunktion Berlins erwies sich nicht als Zugmaschine, im Gegenteil. Eine Studie prognostiziert, dass die Zahl der Arbeitsstellen bis 2020 im Osten um 1 Million abnimmt, im Westen dagegen um 2,3 Millionen steigt.<br> <br> - Wurden bislang 1 Billion Euro in den östlichen Sand gesetzt?<br> - Welche Rolle spielte die Treuhand?<br> - Was muss die Politik tun?<br> <br> Dies u.a. und seine eigenen Vorschläge wird Kühn diskutieren.<br> <br> Mit:<br> <b>Dr. Wolfgang Kühn</b>, Mitglied der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik