Donnerstag, 20. November 2008 19.00 Uhr – Freitag, 21. November 2008, 18.30 Uhr In meinem Kalender speichern

Schule gegen Kinderarmut

Ernährung als Klassenfrage

Arme essen „weniger Lebensmittel mit günstiger Nährstoffzusammensetzung“. Sie greifen lieber zu Fast Food und Süßem, so steht es in der Nationalen Verzehrsstudie „Was esse ich“, die Anfang des Jahres für Wirbel sorgte. Arme Kinder sind häufig schlechter ernährt als ihre besser gestellten Altersgenossen, sie sind zu dick und tragen ein Gesundheitsrisiko. Aber Ernährung ist nicht nur eine Frage von Arm und Reich. Mit der Einführung längerer Schul- und Betreuungszeiten und bei zunehmender Berufstätigkeit der Eltern sollen alle Kinder gesund satt werden. Deshalb müssen sich deutsche Schulen mit Ernährungsfragen befassen.

Mit der Tagung „Schule gegen Kinderarmut“ wollen wir exemplarisch und explizit die ordnungspolitische Grundsatzdebatte Infrastrukturausstattung (kostenlose Ernährung aller Kinder in den Schulen) versus Transfererhöhung (höheres Kindergeld oder höhere Regelsätze bei den Sozialleistungen für Kinder) führen und mit VertreterInnen aus Politik und Gesellschaft nach Lösungen suchen.

Die Tagung verknüpft Theorie und Praxis: Was bedeutet Essen an Schulen aus kultureller und pädagogischer Sicht? Welchen Beitrag kann die Mittagsspeise im Kampf gegen Armut an der Schule leisten? Es werden verschiedene Strategien gegen Kinderarmut an der Schule beleuchtet, Modelle präsentiert, neue Wege der Mittagsverpflegung an Schulen aufgezeigt, es wird gekocht und verkostet.

Mit u.a.:
Prof. Dr. Hans Bertram, HU Berlin  
Angelika Fiedler, Schulleitung Hamburg
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Christa Goetsch, Schulsenatorin in Hamburg
Krista Sager, MdB Bündnis90/Die Grünen


Eine Kooperation der Bundesstiftung mit umdenken, politisches Bildungswerk Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. und dem Bildungswerk anders lernen, Schleswig-Holstein e.V.