Mittwoch, 25. April 2007 19.00 – 21.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Serbien zwischen Regierungsbildung und Kosovo-Statusentscheidung

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe: Die europäische Perspektive des westlichen Balkans

Die serbischen Parlamentswahlen im Januar haben - so scheint es - für Bewegung in der Frage einer europäischen Perspektive des Landes gesorgt: Obwohl die ultranationalistische Radikale Partei stärkste Kraft geblieben ist, konnte der sog. `demokratische Block` parlamentarischer Parteien erstmals fast zwei Drittel der Sitze erringen. Mit der Liberal-demokratischen Partei (LDP) nahm erstmals eine uneingeschränkt pro-europäische und antinationalistische Kraft die 5-Prozenthürde.

Aufgrund der Zerstrittenheit der demokratischen  Parteien folgte den Wahlen jedoch ein langwieriger Regierungsbildungsprozess, dessen Ausgang noch immer offen ist. Erschwerend kommt hinzu, dass in dieser Situation am 2. Februar der UN-Vermittler Ahtisaari seinen Lösungsvorschlag für den zukünftigen Status des Kosovo präsentierte, der erwartungsgemäß nicht im Sinne des politischen Belgrads ausfiel.


mit:

Jelena Prvanov
Stellvertretende Vorsitzende der Liberal-demokratischen Partei (LDP), Novi Sad

Vesna Pesic
Mitglied des Parlaments, Herausragende Persönlichkeit der serbischen Demokratiebewegung, Belgrad

Zoran Ostojic
Journalist und Redakteur, Belgrad
 
Nenad Prokic
Dramaturg, Mitglied Parteipräsidium LDP, Mitglied des Parlaments, Belgrad
 
Moderation: Ralf Fücks
Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin