Gespräch
- Montag, 20. Februar 2023 11.30 – 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Sira - Ein anderer Blick auf Terror im Sahel
Sira kann es kaum erwarten, die junge Fulani-Nomadin ist mit den Ihren auf dem Weg zu ihrem Bräutigam. Doch die Gruppe wird unterwegs von islamistischen Terroristen überfallen, einige werden kaltblütig erschossen. Als Sira die Angreifer für die Tat verflucht, wird sie gekidnappt, brutal vergewaltigt und mitten in der Wüste ihrem sicheren Tod ausgeliefert. Doch Sira ist eine Kämpferin. Sie schlägt sich durch, findet das Terroristencamp und verbringt in Sichtweite zu ihren Peinigern qualvolle Monate. Ihre Lage und auch die anderer entführter Mädchen im Lager, scheint aussichtslos. Aber Sira ergibt sich nicht. Im Gegenteil.
Apolline Traoré siedelt ihren Film ohne genaue Verortung in der Sahelzone an; in einem rechtlosen Kriegsgebiet, in dem die Männer regieren, die über die meisten Waffen, Pickup-trucks und Mobiltelefone verfügen. Siras Geschichte ist eine feministische Gegenposition zur aktuellen Nachrichtenlage aus der Region im Kinoformat. Spannend wie ein Thriller stellt der Film vielschichtige Fragen in den Raum, die wir im Rahmen dieses Perspektivwechsels diskutieren wollen.
- Apolline Traoré, Regisseurin, Burkina Faso
- Nathalie Vairac, Schauspielerin, Senegal/Frankreich
Moderation:
- Dorothee Wenner, Berlinale
- Kirsten Krampe, Heinrich-Böll-Stiftung
Diskussionssprache: Englisch
Fachkontakt / Information
Nicola Egelhof, Afrika-Referat, Heinrich-Böll-Stiftung
T +49 (0)39 28534-345 E egelhof@boell.de
- Adresse
-
Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
Schumannstr. 8
10117 Berlin
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin
- Sprache
- Englisch