Mittwoch, 30. November 2011 18.00 In meinem Kalender speichern

SLU und FAG laden ein … Moderne Sklavin oder angestellte Betreuungskraft?

24-Stunden-Kräfte in privaten Haushalten


„Dement und pflegebedürftig: Die Zahl der Menschen, die sich im Alter nicht mehr selbst versorgen können, nimmt stetig zu. Ihre Angehörigen sind oft überfordert, können eine Rund-um-die-Uhr-Pflege nicht leisten oder nicht bezahlen. Letzter Ausweg für viele: Eine illegale oder halblegale Pflegekraft aus Osteuropa. Doch wer diesen Schritt geht, macht sich in Deutschland strafbar.“ Dieses drängende Problem wurde in der Anne-Will-Sendung „Wenn Sventlana Opa betreut“ sehr pointiert diskutiert – und hat uns zu diesem Politischen Forum angeregt.

Der Hintergrund: Im April 2011 hat die AG Gesundheit der CDU/CSU Bundestagsfraktion ein Eckpunktepapier vorgelegt: die Regierungsfraktion möchte diese Arbeitsverhältnisse in Privathaushalten legalisieren. SPD und Grüne haben sich hierzu eher kritisch geäußert, wohingegen der Paritätische Gesamtverband den Vorstoß zur Legalisierung der „Osteuropäerinnen“ unterstützt. Zudem haben sich die Arbeitsmöglichkeiten von Nicht-EU-Angehörigen durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit seit Mai 2011 verbessert. Und in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen werden händeringend Pflegekräfte gesucht – der Pflegenotstand ist Realität. Wir beleuchten das Problem der 24-Stunden-Versorgung aus verschiedenen Richtungen: Wie leben Betroffene und ihre Angehörigen, wenn eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung notwendig ist? Welche Erfahrungen machen Vermittlungsdienste wie z.B. Caritas24? Ist die Legalisierung ein richtiger Weg, um die häusliche Pflege zu verbessern?

Mit der Pflegeexpertin Elisabeth Scharfenberg, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, der Gewerkschaftssekretärin Julia Niekamp, Verdi Göttingen – Fachbereich Gesundheitswesen und VertreterInnen der Caritas24 (angefragt)
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