Film und Gespräch Freitag, 25. September 2020 – Samstag, 26. September 2020

Solidarische Netzwerke in den Städten

Chancen, Hindernisse, Erfahrungen und Perspektiven

Datum, Uhrzeit
Freitag, 25. September 2020, 19.00 Uhr  –
Samstag, 26. September 2020, 19.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung

Sprache
Deutsch
Veranstalter/in
Landesstiftung Berlin (Bildungswerk)
Stadtpolitischer Ratschlag mit Stadtteilinitiativen aus verschiedenen Städten

- Wie kann Stadtteil- und Kiezarbeit das soziale Miteinander in den Städten fördern?

- Wie können zivilgesellschaftlichen Forderungen und Auseinandersetzungen für mehr bezahlbaren Wohnraum und gegen die Verdrängung von Anwohner*innen mit der Auseinandersetzungen um höhere Löhne und bessere Einkommen zusammen geführt werden?

- Wie können Solidarischen Netzwerke und Stadtteilinitiativen von heute (wieder) zu gesellschaftlichen Handlungsräumen für zivilgesellschaftlichen Einspruch und Protest gegen aktuelle Wohn- und Einkommensmissstände und die Spaltung der Gesellschaft in Privilegierte und Menschen ohne "Lobby" werden?

Diese Fragen werden uns u.a. bei dem Seminar leiten. Eingeladen sind Referent*innen aus verschiedenen Städten, die von den Aktionen und Auseinandersetzungen in ihren Stadtteilteilen berichten. Es geht auch um Perspektiven, Kritik und Verbesserungsansätze.

Programm:
Der Freitagabend
beginnt mit einer Einführung in das Thema "Solidarische Netzwerke in den Städten" durch den Journalisten Peter Nowak und den Filmemacher und Soziologen Matthias Coers. Sie sind Herausgeber des Buches „Umkämpftes Wohnen – Neue Solidarität in den Städten“.

Am Samstag stellen die Referent*innen aus den Stadtteilinitiativen der Städte Berlin, Hamburg, Offenbach und Konstanz ihre Arbeit, ihre Erfolge, aber auch Schwierigkeiten vor, anschließend Fragen und Diskussion.

Zusätzlich gibt es am ersten Tag Filmbeiträge aus Berlin. Am Samstagnachmittag eine Bild-Lecture zu lokalen Mieter*innenprotesten und abschließend einen Stadtteilspaziergang zu Orten von Verdrängung und zivilgesellschaftlichem Widerstand von Kreuzberg bis Neukölln.


Uns bewegt die Frage, warum solidarische Stadtteilarbeit gerade in Zeiten an Bedeutung gewinnt, in denen die traditionellen Orte des Protestes und Widerstands, z.B. die großen Fabriken und ihre Arbeiter*innenbewegungen aus den Städten Mitteleuropas in "Billiglohnländer" ohne europäische Standards verlagert wurden? Neben den Forderungen nach bezahlbarem Wohnraum und gegen die Verdrängung der Stadtteilbewohner*innen mit wenig Geld, geht auch um den Kampf gegen Repressalien und Sanktionen z.B. der sogenannten "Jobcenter" sowie gegen prekäre Beschäftigungsbedingungen und ausbeuterische Lohnverhältnisse in der Arbeitswelt.

Fragen nach guten Möglichkeiten und Methoden der Wiederaneignung von stadtpolitischer, zivilgesellschaftlicher Teilhabe und Forderungen nach sozialen, demokratischen und transparenten Strukturen in der Gestaltung von Stadt (-teilen) stehen im Mittelpunkt.

- Welche Erfolge gibt es in der Stadtteilarbeit und wie lassen sie sich messen?

- Wie gelingt es Menschen, die bisher nicht politisch organisiert waren, anzusprechen, zu empowern und in die Stadtteilarbeit mit einzubeziehen?

- Brauchen Solidarische Netzwerke eine regionale oder überregionale Organisierung oder liegt ihre Stärke gerade in ihrer konkreten lokalen Arbeit?

Alle Teilnehmenden sind eingeladen Ihre Fragen und Anregungen mit einzubringen!

Referenten und beteiligte Gruppen:

- Peter Nowak
, Journalist und politischer Autor
- Matthias Coers, Dokumentarfilmer, Photograph und Soziologe

- Solidarische Aktion Neukölln, Berlin
- Hände weg vom Wedding, Berlin
- Rhein-Main, Offenbach Solidarisch
- Hamburg, Wilhelmsburg Solidarisch
- Konstanz, Grafi10


Seminarzeiten:
Fr. 25.9.20, 19 bis 22 Uhr Ausklang
Sa. 26.9.20, 11 bis 19 Uhr

Ort: Jugendhaus CHIP, Reichenberger Str. 44/45, 10999 Berlin

-Teilnahme kostenfrei-


Bitte nur mit hoher Verbindlichkeit zur Teilnahme anmelden, da wegen der Corona-Präventionsmaßnahmen nur eine bestimmte Teilnehmer*innenzahl möglich ist.

Für Wünsche zur barrierefreien Teilnahme bitte melden unter: lazova@bildungswerk-boell.de

Veranstalter:
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit dem Jugendhaus CHIP des Paul-Gerhardt-Werks

Gefördert mit Mitteln der Stiftung Deutschen Klassenlotterie Berlin.