Online-Diskussion Dienstag, 23. März 2021

Solidarität & Verbündetsein – Eine Begriffsanalyse

Aus unserer Reihe "Solidaritäten, Allianzen, Verbündetsein"

"Solidarität". Urheber/in: Calos G. Csares. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons License.
Datum, Uhrzeit
Di., 23. März 2021,
11.00 – 13.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Adresse
▶ Online-Veranstaltung

Teilnahmegebühren
Ticket Created with Sketch.
Teilnahme kostenlos
Veranstalter/in
Landesstiftung Hamburg

Lange eine feste Maxime der politischen Linken, bezog sich der Begriff Solidarität auf gemeinsame politische Anliegen – oft herrschaftskritisch und gewerkschaftlich. Heute scheint der Begriff oft ohne Füllung, selbst Rechte bedienen sich seiner, um für ihre Sache zu mobilisieren. Verglichen mit Solidarität scheint Verbündetsein noch einen Schritt weiter zu gehen, weil es die Anliegen anderer in das Zentrum des eigenen Handelns stellt. Was bedeuten Solidarität und Verbündetsein heute? Inwieweit sind sie Strategien für Empowerment und Selbstermächtigung im Allgemeinen? Und wie kommen sie im Rahmen von migrationspolitischen Fragestellungen oder in der Corona-Krise zum Tragen?

Mit
Prof. Dr. Marianne Kneuer
– Team SOLDISK, Universität Hildesheim
Anna Schapiro – Künstlerin und Aktivistin, Berlin

Moderation: Daphne Sagner – Künstlerin und Moderatorin, Kiel

Zum Hintergrund der Reihe Solidaritäten, Allianzen, Verbündetsein

Öffentliche Solidaritätsappelle haben im vergangenen Jahr stark zugenommen: die Coronakrise, die Flüchtlingssituation, europäische Fragen, das Klima verlangen nach Solidarität und wollen auf Ungleichheiten, Ungerechtigkeiten oder Handlungs-notwendigkeiten aufmerksam machen.
Was meinen wir, wenn wir über Solidarität sprechen? Worin unterscheidet sie sich von Verbündetsein oder Allyship? Wer nutzt welchen Begriff – und wozu? Welchen Beitrag leistet diskriminierungssensible Sprache? Und welche Solidarität wünschen wir uns? Solidarität kennt viele unterschiedliche Ebenen – die individuelle, politische, gesellschaftliche und wird heute von allen politischen Lagern für eigene Zwecke ge- und missbraucht.
In Zeiten einer vielfach beschrieenen entsolidarisierten Gesellschaft fragen wir nach und diskutieren in drei Veranstaltungen mit einem besonderen Fokus auf migrationspolitischen Aspekten, was Solidaritäten, Allianzen und Verbündetsein bedeuten können.

Di. 04.05. Zivilgesellschaftliche Allianzen in der Praxis
Social Justice als ein Modell in der sozialen Arbeit stellt hohe Ansprüche an politische Positionierungen und Solidarität. Dies Modell soll in Theorie und Praxis diskutiert werden.
Mit:
Naemi Eifler – Wiss. Mitarbeiterin im Projekt DiGiTal, Alice Salomon Hochschule Berlin
Marion Bayer – Aktivistin Alarm Phone und Kein Mensch ist illegal, Hanau

Di. 15.06.20 Macht & Sprache
Auch unsere Sprache spiegelt das gesellschaftliche Machtgefälle und ist starker Ausdruck, wie wir zueinanderstehen. Im Moment jedoch scheint Bewegung in alte und neue Debatten zu kommen. Ist diskriminierungssensible Sprache gar en vogue?
Mit:
N.N.  – Missy Magazin
Anatol Stefanowitsch – Blogger, Journalist


Moderiert wird die Veranstaltungsreihe von Daphne Sagner – Künstlerin und Moderatorin, Kiel

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