- Montag, 20. Juni 2011 19.00 In meinem Kalender speichern
SozPolLa | Macchiato-Mütter: Junge Frauen im Zwiespalt zwischen Elternschaft und Berufstätigkeit
Jung, gut ausgebildet, emanzipiert?
Sie sind gut ausgebildet, mit gut verdienenden Männern verheiratet und gute Mütter – die jungen Frauen, die die „Marke“ Macchiato-Mütter prägten. Sie wollen moderner sein als ihre Mütter, wollen raus aus der Geschlechterfalle und hocken doch mittendrin: Für ihre Kinder geben sie ihren Beruf auf. Aber was, wenn die Ehe in die Brüche geht? Dann müssen sie erkennen, dass das Leben, das sie
bisher geführt haben, purer Luxus war. Andere Mütter, zum Beispiel von Anfang an alleinerziehende, kommen erst gar nicht auf die Idee, ihren Job an den Nagel zu hängen, wollen sie nicht auf dem Sozialamt landen. Mit den Macchiato-Müttern verbindet sie einzig der Fakt, Kinder zu haben.
Ein Vortrag über verschiedene Lebensentwürfe junger Frauen, über Leitbilder und Rollenmodelle, Teilzeitjobs und Ehegattensplitting, Erwerbsansprüche von Frauen und Frauen, die nach der Kinderphase wieder arbeiten (wollen). Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist auch 2011 schwierig.
Referentin: Simone Schmollack, taz