- Donnerstag, 13. September 2007 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Spielstand #4: Glänzend gemacht - Bildpolitik und visuelle Kultur
Veranstaltungsreihe
Mit:
Elke Gaugele (Kulturwissenschaftlerin, Wien) NOMAD (Street Artist, Berlin)
Michael Schirner (Institut für Kunst und Medien GmbH, Karlsruhe) u.a.
Dass in unserer medialen Aufmerksamkeitsökonomie Bilder die Leitwährung sind, gilt als ausgemacht. Sie faszinieren und sozialisieren uns, rekrutieren uns zuweilen auch für bestimmte Interessen und Handlungen. Ihre Fähigkeit, sprachlos zu kommunizieren, wird von Politikberatern und Marketingexperten geschätzt.
Wirksame Bilder zu gestalten, die einen nachhaltigen Effekt auf potenzielle Käufer und Wähler haben, ist zu einer sozialen Schlüsseltechnologie geworden. Im öffentlichen Raum sind zahllose „Brandscapes“ und Signale zu besichtigen, die sich in ihrem Wirkungsradius gegenseitig überlagern und miteinander konkurrieren. Häufig ist kaum mehr entscheidbar, ob es sich bei einem Grafitto nun um Kunst, Agitprop oder das Auftragswerk eines Unternehmens handelt. Kulturwissenschaftler sehen deshalb ihre Aufgabe immer häufiger darin, analytisches Werkzeug für diese visuelle Vieldeutigkeit bereitzustellen.
Zusammen mit Vertretern aus der Street-Art-Szene und der Werbung sollen im Spielstand #4 interventionistische Praxen im urbanen Umfeld diskutiert werden, d.h. die Positionierung von Bildern in einem ständigen Verteilungskampf um knappe Aufmerksamkeitsressourcen.
Eine Übersichtsseite zur Veranstaltungsreihe finden Sie auf:www.boell.de/spielstand
Übersicht Veranstaltungsreihe Spielstand
Elke Gaugele (Kulturwissenschaftlerin, Wien) NOMAD (Street Artist, Berlin)
Michael Schirner (Institut für Kunst und Medien GmbH, Karlsruhe) u.a.
Dass in unserer medialen Aufmerksamkeitsökonomie Bilder die Leitwährung sind, gilt als ausgemacht. Sie faszinieren und sozialisieren uns, rekrutieren uns zuweilen auch für bestimmte Interessen und Handlungen. Ihre Fähigkeit, sprachlos zu kommunizieren, wird von Politikberatern und Marketingexperten geschätzt.
Wirksame Bilder zu gestalten, die einen nachhaltigen Effekt auf potenzielle Käufer und Wähler haben, ist zu einer sozialen Schlüsseltechnologie geworden. Im öffentlichen Raum sind zahllose „Brandscapes“ und Signale zu besichtigen, die sich in ihrem Wirkungsradius gegenseitig überlagern und miteinander konkurrieren. Häufig ist kaum mehr entscheidbar, ob es sich bei einem Grafitto nun um Kunst, Agitprop oder das Auftragswerk eines Unternehmens handelt. Kulturwissenschaftler sehen deshalb ihre Aufgabe immer häufiger darin, analytisches Werkzeug für diese visuelle Vieldeutigkeit bereitzustellen.
Zusammen mit Vertretern aus der Street-Art-Szene und der Werbung sollen im Spielstand #4 interventionistische Praxen im urbanen Umfeld diskutiert werden, d.h. die Positionierung von Bildern in einem ständigen Verteilungskampf um knappe Aufmerksamkeitsressourcen.
Eine Übersichtsseite zur Veranstaltungsreihe finden Sie auf:www.boell.de/spielstand
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin