- Mittwoch, 07. November 2007 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Spielstand #5: Nicht-Krieg - Der Alltag des Ausnahmezustands
Veranstaltungsreihe
Mit:
Karin Mlodoch, Haukari e.V., Irak/Deutschland
Niels Werber, Medienwissenschaftler
Katya Sander, Ashley Hunt, Videoinstallation `9 Scripts From A Nation At War`
Moderation:
Cornelia Vismann, Rechtshistorikerin und Kulturwissenschaftlerin
Für Tolstoi war die Unterscheidung von Krieg und Frieden noch evident. Heute droht diese klare Grenzziehung verloren zu gehen, weil die Logik militärischer Auseinandersetzungen immer mehr hin zu graduellen Eskalationsstufen tendiert. Gewalt und Zerstörung sind im Irak oder in Afghanistan so sehr an der Tagesordnung, dass das Gegenüber einer `friedlichen` Normalität zusehend unscharf wird.
Auch uns westlichen Beobachtern, fernab der war zones dieser Welt, fehlen mitunter die Begrifflichkeiten, um noch sinnvoll zwischen Krieg und Nicht-Krieg unterscheiden zu können. Wie lässt sich der neue Raum beschreiben, der durch die politischen Vorschläge für einen `Präventionsstaat` markiert wird? Welche spezifische Sozialität entsteht aus dieser Situation? Welchen Beitrag können insbesondere künstlerische Arbeiten leisten, um unseren Blick auf prekäre (Nicht-)Kriegszustände zu schulen?
Karin Mlodoch, Haukari e.V., Irak/Deutschland
Niels Werber, Medienwissenschaftler
Katya Sander, Ashley Hunt, Videoinstallation `9 Scripts From A Nation At War`
Moderation:
Cornelia Vismann, Rechtshistorikerin und Kulturwissenschaftlerin
Für Tolstoi war die Unterscheidung von Krieg und Frieden noch evident. Heute droht diese klare Grenzziehung verloren zu gehen, weil die Logik militärischer Auseinandersetzungen immer mehr hin zu graduellen Eskalationsstufen tendiert. Gewalt und Zerstörung sind im Irak oder in Afghanistan so sehr an der Tagesordnung, dass das Gegenüber einer `friedlichen` Normalität zusehend unscharf wird.
Auch uns westlichen Beobachtern, fernab der war zones dieser Welt, fehlen mitunter die Begrifflichkeiten, um noch sinnvoll zwischen Krieg und Nicht-Krieg unterscheiden zu können. Wie lässt sich der neue Raum beschreiben, der durch die politischen Vorschläge für einen `Präventionsstaat` markiert wird? Welche spezifische Sozialität entsteht aus dieser Situation? Welchen Beitrag können insbesondere künstlerische Arbeiten leisten, um unseren Blick auf prekäre (Nicht-)Kriegszustände zu schulen?
- Veranstalter*in
- Heinrich-Böll-Stiftung - Bundesstiftung Berlin