Dienstag, 20. Mai 2008 20.00 – 22.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Spielstand #7: Über allen strahlt die Sonne

Lesarten des Klimawandels

Wie nie zuvor alarmiert die heutige Gesellschaft sich selbst: Es sind die unvorhergesehenen Ereignisse gesellschaftlichen Handelns, die Entsetzen auslösen, so wie der Klimawandel mit seinen katastrophalen Auswirkungen. »Alle reden vom Wetter - wir nicht« war ein Slogan, den der SDS 1968 plakatierte. Galt vor 40 Jahren das Wetter noch als Inbegriff des Unpolitischen, so ist die Thematik inzwischen weit ins Zentrum der internationalen Politik gerückt. Heute werden wir auf allen Kanälen über die Folgen der CO2-Emissionen informiert. Auf die Dauer wirken apokalyptische Szenarien wie abwiegelnde Stellungnahmen zwar kontraproduktiv auf die Aufmerksamkeit, bilden aber einen wichtigen Hintergrund für die Verfahrensweisen von journalistischen Berichten, politischen Kampagnen oder dem Greenwashing von Unternehmen. Will man diese unterschiedlichen Bezüge interpretieren, sind kulturwissenschaftliche Analysen und eine Kritik mit künstlerischen Mitteln hilfreich. Mit welchen visuellen und textlichen Strategien lässt sich überhaupt ein so komplexes, letztendlich vages Wissen wie das über den Klimawandel vermitteln?


Mit: u.a.
Barbara Bauer (Le Monde Diplomatique)
Ludger Heidbrink (Kulturwissenschaftler)
Anja Köhne (Germanwatch)
Jan Wenzel (Künstler und Mitherausgeber der Zeitschrift spector cut+paste)
Vera Tollmann (Mitkuratorin der Ausstellung »Katastrophenalarm«)