Dienstag, 11. November 2008 20.00 – 00.00 Uhr In meinem Kalender speichern

Spielstand #9: Dem Archiv verschrieben

Zur Politik des Sammelns

„Spielstand“ heißt die Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit den Sophiensaelen Berlin. Vier Mal im Jahr werden in der offenen Diskursplattform Fragen aus der ästhetischen Praxis mit politischen Debatten konfrontiert.

Mit:
Prof. Dr. Diethard Kerbs (Agentur für Bilder zur Zeitgeschichte)
Thomas Locher (Künstler)
Stefanie Schulte-Strathaus (Arsenal – Institut für Film und Videokunst)

Moderation:
Ines Schaber

Im Archiv treffen sich Gesellschaft, Kultur und Kunst. Es wird gesagt, wir befänden uns heute in einem regelrechten „Archiv-Fieber“, in einer Zeit, die sich auf die Vergangenheit ausrichtet. Archive sind jedoch nicht nur Orte der Aufbewahrung, sie sind auch Orte der Produktion. Doch wie werden sie aktiv oder aktiviert? Wer sind die Akteure, die in und um Archive arbeiten? Wer entscheidet über deren Nutzung und Aneignung? Was erhoffen sich die Archiveigner von der Aneignung der Materialien durch Dritte? Welche Motivationen gibt es, andere dazu einzuladen, mit den Archivalien zu arbeiten, sie zu kommentieren und zu interpretieren oder die Archive gar vollständig zu öffnen? Welche Produktivitäten und Konflikte können dabei entstehen?

Zu sehen gibt es WVLNT (Wavelength For Those Who Don't Have The Time) von 2003, eine Antwort von Michael Snow auf den zeitgenössischen Umgang mit seinem Filmklassiker WAVELENGTH (1967), sowie Fragmente der Arbeit „Bilderatlas“ von Peter Zimmermann und Thomas Locher, die ursprünglich für die Projektausstellung „Öffentlich/Privat“ (1995/96) im Kunstraum der Universität Lüneburg entstand.