Vortrag
- Donnerstag, 25. Januar 2024 18.30 – 20.00 Uhr In meinem Kalender speichern
Spur 23
Der Mordfall Samuel Yeboah
In der Nacht vom 19. September 1991 wurde ein Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft in Saarlouis (Saarland) verübt. Der im Dachgeschoss wohnende 27- jährige Samuel Kofi Yeboah erlitt dabei schwerste Verbrennungen, an deren Folgen er wenige Stunden später verstarb. Die Ermittlungen der Polizei wurden nach nur elf Monaten eingestellt, Tatverdächtige konnten nicht ermittelt werden. Fast 30 Jahre nach der Tat wurden im Jahr 2019 die Ermittlungen nach einem Zeuginnenhinweis überraschenderweise wieder aufgenommen und es konnte in deren Verlauf erstmals ein Tatverdächtiger präsentiert werden. Der aus Saarlouis stammende Neonazi Peter Werner S. wurde wegen Mordes, des versuchten Mordes in zwanzig Fällen und Brandstiftung mit Todesfolge angeklagt und im Oktober letzten Jahres verurteilt.
Der Vortrag wird über die Hintergründe des rassistischen Brandanschlags und den Umgang von Politik, Polizei und der Stadt Saarlouis mit der Ermordung Samuel Yeboahs berichten und eine Einschätzung der juristischen Aufarbeitung sowie des Engagements linker und zivilgesellschaftlicher Gruppen für die Aufklärung des Brandanschlags vornehmen.
Der Referent Andreas Morlo arbeitet für die Heinrich-Böll-Stiftung Saar in Saarbrücken und hat den Prozess in Koblenz kontinuierlich begleitet.
Veranstaltungsort:
Heinrich Böll Stiftung RLP, Walpodenstraße 10, 55116 Mainz
Information
Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz
Walpodenstraße 10
55116 Mainz
www.boell-rlp.de
mainz@boell-rlp.de
Tel. 06131- 90 52 60
- Adresse
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▶ Siehe Veranstaltungsbeschreibung
- Veranstalter*in
- Landesstiftung Rheinland-Pfalz
- Sprache
- Deutsch
- Teilnahmegebühren
- keine